Neues aus dem Archiv

Dr. Katja Förster vor einer Leinwand und zahlreichen Zuschauern
Meldung vom 16. März 2026

Vortragsreihe zur Stadtgeschichte

Rund 80 Besucherinnen und Besucher folgten am Donnerstagabend der Einladung ins Bürgerhaus, wo Dr. Katja Förster ihren Vortrag „Das kirchliche Leben und die Kirchenbauten in Forchheim, Mörsch und Neuburgweier“ präsentierte. Die Referentin zeigte auf, wie eng die drei Orte seit dem Mittelalter kirchlich miteinander verbunden waren und welche Veränderungen die Reformation insbesondere für das kleine Neuburgweier brachte.

Zudem stellte sie die wichtigsten historischen Kirchenbauten vor und begeisterte auch mit bisher unbekannten Planungszeichnungen und detaillierten Beschreibungen der Geschichte der einzelnen Pfarrkirchen.

Mit großem Fachwissen und anschaulichen Erläuterungen führte Katja Förster durch die vielschichtige Geschichte der Kirchengemeinden und nahm das Publikum mit auf eine spannende Zeitreise.

Besucher im Stadtarchiv
Meldung vom 16. März 2026

Großes Interesse am "Tag der Archive" im Stadtarchiv

Bei herrlichem Sonnenschein nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, das Stadtarchiv zu besuchen. Im Rahmen des diesjährigen bundesweiten „Tag der Archive“ öffnete das Stadtarchiv für alle Interessierten seine Türen. Angelehnt an das Motto des Aktionstages „Alte Heimat – neue Heimat“ zeigte das Stadtarchiv zwei Ausstellungen in seinen Räumen. Zum einen konnte die Ausstellung „50 Jahre Rheinstetten – Wie sich unsere Stadt in 50 Jahren veränderte“ des Museums von 2024 nochmals betrachtet werden, zum anderen hatte Stadtarchivarin Annelie Lauber eine kleine Präsentation zu Ankunft und Aufnahme der Vertriebenen ab Ende 1945 hier in Rheinstetten zusammengestellt. Texte, ergänzt mit zahlreichen originalen Dokumenten, gaben einen Einblick in die großen Herausforderungen, vor die die Aufnahme Hunderter Vertriebener aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten bzw. Ost- und Südost-Europa die Verwaltungen und die Einwohner von Forchheim, Mörsch und Neuburgweier stellte. Neben den großen Schwierigkeiten, ausreichend geeigneten Wohnraum zu finden, mussten die Vertriebenen auch mit dem Nötigsten zum Leben versorgt werden. Von den Erhebungsbögen zur Berechnung der Zuweisungszahlen über Berichte von Spenden, die Aufstellung der Wohnungsmissstände bis hin zu Plänen zur Erstellung von Kleinsiedlungen geben die Akten der damaligen Zeit eindrucksvolle Einblicke in die örtliche Situation von 80 Jahren.

Auch in der neuen Publikation zur Stadtgeschichte „Rheinstetten – Forchheim, Mörsch und Neuburgweier von den Anfängen bis zur Gegenwart“ wird das Thema behandelt. Die Autorin des Buches, Dr. Katja Förster, war auch anwesend und stand an dem Nachmittag für Gespräche und Fragen zu der Publikation zur Verfügung.

Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und viele Besucherinnen und Besucher nutzten bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit zu einem Austausch persönlicher Erinnerungen.

Oberbürgermeister-Stellvertreter Christian Spörl, Autorin Katja Förster und Stadtarchivarin Annelie Lauber (v. li.)
Oberbürgermeister-Stellvertreter Christian Spörl, Autorin Katja Förster und Stadtarchivarin Annelie Lauber (v. li.)
Meldung vom 11. Dezember 2025

Publikation zur Stadtgeschichte Rheinstettens erscheint zum Abschluss des Jubiläumsjahres

Am vergangenen Montag fand die Vorstellung der Publikation „Rheinstetten – Forchheim, Mörsch und Neuburgweier von den Anfängen bis zur Gegenwart“ vor zahlreichen Gästen in der Aula des Schulzentrums statt. In Vertretung des erkrankten Oberbürgermeisters Sebastian Schrempp begrüßte sein Stellvertreter Christian Spörl die Gäste und ging kurz auf die Entstehungsgeschichte der Publikation ein. Auf Initiative des in diesem Jahr verstorbenen Ehrenbürgers und Bürgermeister a.D. Kurt Roth wurde das Projekt vom Gemeinderat vor vier Jahren beschlossen und konnte nun zum Abschluss des Jubiläumsjahres wie geplant erscheinen. Die Herausgabe des Buches wurde großzügig durch Mittel der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe unterstützt. Als deren Vertreter überreichte Axel Grether einen symbolischen Scheck über 30.000 Euro an die Stadt. Im Anschluss stellte die Autorin, Historikerin Dr. Katja Förster, in einem kurzweiligen Vortrag die Publikation vor. Anhand zahlreicher Abbildungen gab sie einen Überblick über die 2.000 Jahre Siedlungsgeschichte, die das Buch behandelt. Ihre Begeisterung für das Projekt war für jeden im Raum spürbar und es wurde deutlich, mit welchem Engagement sich die Autorin in den vergangenen Jahren mit der Geschichte Rheinstettens und seiner Stadtteile auseinandergesetzt hat. Erstmals wird in der Publikation die Rheinstettener Geschichte wissenschaftlich aufbereitet und gleichwertig für alle drei Stadtteile dargestellt. Langer Applaus unterstrich den Dank von Christian Spörl an die Autorin für das gelungene Werk. Sein Dank ging ebenfalls an Stadtarchivarin Annelie Lauber, die die Redaktion des Buches übernommen und mit ihrem großen Einsatz zum Gelingen des Werkes beigetragen habe. Im Anschluss an den Vortrag bot sich die Möglichkeit zum Erwerb des Buches und zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, miteinander und mit der Autorin ins Gespräch zu kommen. Das Buch umfasst über 500 Seiten und ist in einer Auflage von 2000 Exemplaren im Lindemanns-Verlag erschienen: Katja Förster: Rheinstetten - Forchheim, Mörsch und Neuburgweier von den Anfängen bis zur Gegenwart ist zum Preis von 24,90 € zu den jeweiligen Öffnungszeiten an folgenden Stellen erhältlich:
Gedenkfeier
Meldung vom 13. Mai 2025

Schülerinnen und Schüler des WSG organisieren Gedenkfeier zum 80. Jahrestag des Kriegsendes

Am 8. Mai fand bei den Kriegsgräbern auf dem Friedhof in Mörsch eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus statt. Gestaltet wurde die Gedenkfeier von Schülerinnen und Schülern eines Projektkurses der 10. Klassen des Walahfrid-Strabo-Gymnasiums (WSG). Die Gruppe hatte sich in den letzten Monaten unter Leitung ihres Lehrers Christoph Lembach und Stadtarchivarin Annelie Lauber bereits mit dem Kriegsende und insbesondere den Kriegsopfern befasst, die auf dem Mörscher Friedhof beigesetzt sind. Sie hatten die Gräber der Opfer gereinigt und die in den vergangenen acht Jahrzehnten verblassten Namen der Opfer durch neue Namenstafeln wieder sichtbar gemacht. Nach der Auseinandersetzung mit dem Thema war es den Schülerinnen und Schülern ein Anliegen, das Projekt mit einer Gedenkfeier zu beenden. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Sebastian Schrempp erinnerten drei Schülerinnen vor zahlreichen Gästen an die Ereignisse vor 80 Jahren. Sie traten in ihren Ausführungen auch dem Wunsch von Teilen der Gesellschaft entgegen, unter die damaligen Ereignisse einen Schlussstrich zu ziehen, sondern betonten, wie wichtig die Erinnerung an das Unrecht und den Krieg auch heute noch ist. Dann nannten sie die in den Kriegsgräbern beigesetzten Opfer namentlich und legten für jedes Opfer eine weiße Rose auf die Gräber. Zum Gedenken an diesem Tag gehört auch, die deutsche Täterschaft nicht zu vergessen. So wurde auch an die beiden in der Ecke des Friedhofs beigesetzten russischen Zwangsarbeiter erinnert, die in Mörsch umgekommen sind. Nach einer Schweigeminute gedachten Pfarrerin Ann-Kathrin Peters und Pastoralreferent Thomas Eckerle für die beiden christlichen Kirchen mit einem Text von Huub Osterhuis der Opfer. Feierlich umrahmt wurde die Veranstaltung am Akkordeon durch Matthias Rothschmitt aus der 7. Klasse des Walahfrid-Strabo-Gymnasiums. Die Schülerinnen und Schüler dankten der Stadtverwaltung und der Sparkassenstiftung für die finanzielle Unterstützung sowie Steinbildhauer Christoph Lehr für die Unterstützung bei der praktischen Umsetzung. Zum Abschluss der beeindruckenden Veranstaltung gaben die Schülerinnen und Schüler ihrem Wunsch Ausdruck, dass sich alle für ein friedliches Miteinander einsetzen. In diesem Wunsch waren sich auch die vielen, sichtbar ergriffenen Besucher der Gedenkfeier einig.

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