Stand der Dinge Neue Stadtmitte / Stadtentwicklungskonzeption

| Stadtentwicklungskonzeption-Stadtmitte


Schaubild zum Verkehr in der Stadtmitte

Verkehrskonzept Neue Stadtmitte

Um eine gute Anbindung der einzelnen Straßen und klare Übergänge im Bereich der Neuen Stadtmitte zu schaffen, sieht der aktuelle Lösungsvorschlag einen ovalen Kreisel an der Ecke Hans-Thoma-Straße, Siegelgrundstraße und Rappenwörthstraße vor. Auch in diesem neuen Kreisel hat die Bahn absoluten Vorrang. Die Querungen für Fußgänger zur neuen Bahnhaltestelle werden auf Höhe der Rösselsbrünnleapotheke und des Rösselsbrünnleplatzes ebenerdig verlaufen.
Im Rahmen des Radwegekonzepts ist geplant, eine Anbindung auf der östlichen Seite der Rappenwörthstraße zu schaffen.

Auswirkungsanalyse zum Einzelhandel in der Neuen Stadtmitte

Das von der GMA ausgearbeitete Einzelhandelskonzept wurde bereits mit Augenmerk auf Genehmigungsfähigkeit angefertigt und ist größtenteils mit dem Regionalverband und dem Nachbarschaftsverband abgestimmt. Rheinstetten als Kleinzentrum darf demnach nur die Eigenversorgung gewährleisten und keine Versorgung über die Stadtgrenzen hinaus leisten.
Unter dieser Voraussetzung zeigt das Einzelhandelskonzept Richtlinien auf. Angesiedelt werden soll ein Lebensmittelvollsortimenter. Eine Fläche von 1.600 qm ist hierbei die Minimalgrenze, um rentabel zu sein. Für die Neue Stadtmitte wird eine Verkaufsfläche von 2.000 qm bis 2.500 qm als Maximalgrenze angesetzt. Außerdem ist die Ansiedlung eines Drogeriefachmarktes geplant z.B. als reiner Drogeriemarkt mit einer Verkaufsfläche von ca. 800 qm oder mit ergänzendem Haushaltswarensortiment und einer max. Verkaufsfläche von 1.500 qm. Auch hier geht es um die Festlegung von den maximal zulässigen Verkaufsflächen. Kleinere Einzelhandelsläden sollten nur wenige angesiedelt werden, um den vorhandenen Einzelhandel nicht zu gefährden.

Abschlussbericht zum integrierten energetischen Quartierskonzept

Die Ergebnisse der RBS wave GmbH zum integrierten energetischen Quartierskonzept mit verschiedenen Energielösungen liegen vor und wurden bereits der Lenkungsgruppe „Stadtmitte Rheinstetten“ vorgestellt. Für die Wohngebäude wurden fünf Varianten der Energieversorgung näher untersucht. Es wäre z. B. aufgrund der zahlreich geplanten Flachdächer und Remisen an der Bundesstraße 36 umsetzbar, eine Solarsiedlung zu etablieren. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, das Neubaugebiet mit Gas zu versorgen. Verbundlösungen sind am wirtschaftlichsten und so wird von Seiten der RBS wave GmbH eine Nahwärmeverbundlösung mit BHKW empfohlen, für die Wohngebäude eventuell mit kalter Nahwärme, unterstützt durch Photovoltaikanlagen. Die Fernwärmelösung Kalte Nahwärme, bei der das Grundwasser nicht verändert, sondern lediglich durch Wärmeentzug von 10 ° auf 6 ° heruntergekühlt wird, wäre denkbar. Die Heizzentrale für das BHKW könnte im Keller des Kulturhauses untergebracht werden, so dass hierfür kein eigenes Gebäude erforderlich ist. Die städtischen Gebäude und die Gebäude für den Geschosswohnungsbau müssten zwingend angeschlossen werden. Dies wird entweder durch Festsetzung eines Anschluss- und Benutzungszwangs im Bebauungsplan oder durch privatrechtliche Regelungen im Kaufvertrag erreicht.

Sofern sich der Gemeinderat für diese Lösung entscheidet, wird das Genehmigungsverfahren durchgeführt. Hier sind weitere Untersuchungen erforderlich und das Ergebnis bleibt abzuwarten.

Fortschreibung Stadtentwicklungskonzeption

Im Jahr 2003 hat der Gemeinderat eine Stadtentwicklungskonzeption für Rheinstetten erarbeitet und die Entwicklung unserer Stadt in den letzten Jahren entlang dieser Richtlinien gesteuert. Nach elf Jahren war es für den Gemeinderat an der Zeit, die Ziele aus dem Jahr 2003 in einer Klausurtagung im Mai 2013 zu überprüfen. Im nächsten Schritt wurden die Bürger mit einer Umfrage am Prozess beteiligt, dann erfolgte der Diskurs im Rahmen einer Bürgerwerkstatt am 14. und 15. November 2014. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger legten dort wichtige Grundsteine für die zukünftige Ausrichtung unserer Stadt! Am 27. Januar 2015 wurde im Rahmen der Gemeinderatssitzung die ausgearbeitete Bürgerempfehlung an den Gemeinderat übergeben.

Jetzt ist ein 7-köpfiges Redaktionsteam von Gemeinderäten und Stadtverwaltung dabei, die Empfehlung aus der Bürgerwerkstatt und die Ergebnisse der Klausurtagung des Gemeinderats in eine Beschlussvorlage zu verwandeln, die im Herbst 2015 im Gemeinderat beraten werden soll.

Ihre Stadtverwaltung


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