Gerade im Winter leiden Schleiereulen bei einer Schneelage unter Nahrungsmangel, wenn sie nicht an ihre Hauptnahrung „Mäuse“ gelangen. Oft führt das nicht nur zu Hunger, sondern auch zu hohem Bestandsverlust.
Schleiereulen sind sehr ortstreu und verlassen ihr Revier auch nicht, wenn sich die Nahrungssituation durch Schnee verschlechtert. In früheren Jahren gab es noch genügend offene Scheunen, in denen Getreide gelagert war. Dort waren dann natürlich auch immer ausreichend Mäuse zu finden. Da es diese Nahrungsquelle fast nicht mehr gibt, sind die Schleiereulen auf die Hilfe des Stadtbetriebs angewiesen. Jürgen Imdieke legt daher in strengen Wintern immer wieder Futterplätze an. Er weiß genau, wo sich die Brutplätze der Schleiereulen befinden und hat dort auch in diesem Jahr wieder Futterstellen angelegt: Ein bis zwei Quadratmeter Wiese werden schneefrei gemacht und Getreide ausgestreut. Das Ganze wird mit einer Strohschicht abgedeckt. So werden innerhalb kürzester Zeit Mäuse und in der Folge auch Schleiereulen angelockt – der Tisch ist gedeckt und ein Bestandseinbruch auch in diesem Jahr abgewendet.