Spatenstich für die Sanierung und Erweiterung des Schulzentrums

| Schulentwicklung


Menschen stehend in einer Reihe mit einem Bauhelm und einer Schaufel

2011 sei man anhand einer Untersuchung zum Ergebnis gekommen, dass die Sanierung mindestens 20 Millionen Euro kosten wird. Damals kam die Frage auf, ob ein Neubau nicht wirtschaftlicher wäre und sogar die, ob ein Schulzentrum überhaupt nötig sei. Das aber wurde vom Gemeinderat schnell vom Tisch gewischt. Im Arbeitskreis Schulentwicklung, in dem die Schulen, Schüler und Eltern eingebunden waren, wurde ein pädagogisches Konzept entwickelt. Anfang 2012 wurden die Bürger in die Entscheidung einbezogen, beim Bürgerentscheid am 15. Juli 2012 wurde aber das erforderliche Quorum von 25 Prozent der Wahlberechtigten nicht erreicht. Der Gemeinderat entschied also selbst und zwar für eine Generalsanierung plus Erweiterungsbau. Reine Baukosten: 22 Millionen Euro. Der Schulbetrieb wird während der Bauzeit in eine Containerschule auf dem nahen Festplatz ausgelagert – Umzug ist in den Weihnachtsferien.

Nach der Gemeinderatsentscheidung wurde ein Planungswettbewerb ausgeschrieben und letztlich entschied sich der Gemeinderat 2013 für den Entwurf des vom Preisgericht zweitplatzierten Architektenbüros Michael Weindel & Junior aus Waldbronn. Es folgte ein Jahr der Planung und Abstimmung aller Beteiligten: Bauleitung Stiess Windbiel Architekten, Tragwerksplanung SLP-Ingenieurbüro, Heizung und Klima SEF Ingenieurgesellschaft und Elektro Heimann Ingenieure. Ende 2014/Anfang 2015 fällt der Beschluss zur Vollauslagerung von Realschule und Gymnasium in ein Containerdorf auf dem Festplatz, für das 1,5 Millionen Euro fällig werden. Es erfolgte die Ausschreibung und jetzt der Spatenstich. Fertigstellung, so Oberbürgermeister Schrempp, soll Ende 2016 sein.

Die Schulen verfügen dann über 8 200 Quadratmeter Fläche und haben damit genügend Raum für einen sechszügigen Schulbetrieb – auch mit Werkrealschule. Schrempp dankte allen Beteiligten und dem Land „für eine hoffentlich großzügige Förderung“. Investiert werden insgesamt rund 26 Millionen Euro. Die Stadt bekenne sich damit zu einer durchgängigen Bildungslandschaft.

Architekt Michael Weindel Junior sagte, „was wir uns mit den Planungspartnern ausgedacht haben, nimmt nun Gestalt an“. Es soll eine Schule für ganzheitliches und kompaktes Lernen werden, mit kurzen Wegen. Auftakt ist mit dem Erweiterungsbau mit Betreuungs-, Ganztags- und Klassenräumen, dann folgt die Sanierung des Bestandsgebäudes, wo Aula, Bibliothek und Musikräume zum Zentrum mit vielen Kontakt- und Rückzugsmöglichkeiten werden. (m.f.G.d.BNN)

Auf dem Foto v.l.: Ingenieur Roman Mieslinger, Michael Heuser (Stadtbauamt), Kerstin Philipp (Stv. Realschulrektorin), Werner Reinkunz (Rektor Gymnasium), Patrick Mahler (Schulsprecher Gymnasium), Stadträtin Ingrid Fitterer, OB Sebastian Schrempp, Schulamtsdirektorin Elisabeth Groß, Luis Heitz (Schulsprecher Realschule), Bürgermeister Clemens Hauk, Architekt Michael Weindel, Jörg Drützler, (Bauunternehmen Grötz).


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