Sozialarbeiter ziehen Bilanz

| Aus dem Gemeinderat


„Vieles von dem, was wir für 2020 unter dem Thema Werte geplant hatten, konnte nicht umgesetzt werden“, sagte Teamleiterin Heike Striby in ihrem Bericht zur Jugend- und Schulsozialarbeit Rheinstetten im Verwaltungs- und Finanzausschuss (VFA). Es habe im Jugendhaus viele Schließzeiten gegeben, „wenn aber über Instagram oder Whats App eine Öffnung angekündigt wurde, waren die Jugendlichen sofort da“. In der offenen Jugendarbeit waren Arbeiten rund um das Jugendhaus, Filmabende, Partys, Skater-, Fußball-, und Kajakangebote geplant, „aber außer einem Eislaufen im Januar ist alles ausgefallen“, so Striby. Das Krokomobil, das Spielmobil der Stadt, kam nur bei der Stadtranderholung zum Einsatz „und wir bekamen viele positive Rückmeldungen“.

Insgesamt waren für die Stadtranderholung 320 Kinder angemeldet, die von hauptamtlichen und ehrenamtlichen, jugendlichen Mitarbeitenden intensiv betreut wurden. Es gab ein eigens zusammengestelltes Programm, für das ein Hygienekonzept erstellt, auf Kontakt zwischen den Gruppen und Betreuern verzichtet sowie spezielles Küchenpersonal eingesetzt wurde. Hier soll das getrennte Essen der Gruppen künftig beibehalten werden.

Auch das Ferienprogramm hat laut der Teamleiterin gelitten, es wurde dabei auf alles in Verbindung mit Essen verzichtet, und es gab kein gedrucktes Programmheft, sondern alles lief übers Internet. „Und auch das soll so bleiben“, betonte Striby. Insgesamt gab es 34 Angebote unter strengen Corona-Regeln für 392 angemeldete Kinder, wobei jedes Angebot auf zehn Personen begrenzt war. Ferienprogramm und Stadtranderholung sollen auch 2021 laufen.

Der Jugendgemeinderat (JGR) sei überaus aktiv gewesen, etwa beim digitalen Einführungswochenende, der Aktion „Stifte stiften“, der Käfig-Erhöhung fürs Fußballfeld beim Jugendhaus, Spielplatz- und Social-Media-Aktionen sowie bei der Gestaltung eines Treffpunktes in der Keltenhalle, auf dessen Einweihung jetzt gewartet wird. Zum Internationalen Frauentag gab es Aktionen für Mütter und Töchter wie Baumklettern oder Bogenschießen. Das, so Striby, soll wiederholt und auch für Väter und Söhne angeboten werden.

In der Schulsozialarbeit mussten Projekte für verhaltensauffällige Kinder sowie zu psychischen Krankheiten abgesagt werden. „Der Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern ist fast völlig abgebrochen. Besonders betroffen waren Kinder mit Sprachschwierigkeiten, weil dies auch oft für deren Eltern gilt“, so Striby. Es seien aber neue Kontaktmöglichkeiten von Schule und Stadt geschaffen worden, die dieses Jahr bereits gut angenommen werden.

Hilfe gab es in insgesamt 172 Fällen wegen häuslicher Gewalt, psychischer Probleme durch Corona, Schulausfall, Suizid-Äußerungen und Schulproblemen. Ziel sei nun, „verlorene Kinder und Jugendliche wieder einzusammeln, den virtuellen Kontakt auszubauen und die Zusammenarbeit mit Beratungsstellen zu intensivieren“. Aktionen seien ab Jahresmitte geplant. Von Ingrid Fitterer (SPD), Christian Spörl (CDU) und Babette Schulz (Grüne) gab es viel Lob für den JGR und das Team von Striby. (m.f.G.d.BNN)


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