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Schülerinnen und Schüler des WSG organisieren Gedenkfeier zum 80. Jahrestag des Kriegsendes

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Gedenkfeier auf dem Friedhof in Mörsch

Am 8. Mai fand bei den Kriegsgräbern auf dem Friedhof in Mörsch eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus statt. Gestaltet wurde die Gedenkfeier von Schülerinnen und Schülern eines Projektkurses der 10. Klassen des Walahfrid-Strabo-Gymnasiums (WSG). Die Gruppe hatte sich in den letzten Monaten unter Leitung ihres Lehrers Christoph Lembach und Stadtarchivarin Annelie Lauber bereits mit dem Kriegsende und insbesondere den Kriegsopfern befasst, die auf dem Mörscher Friedhof beigesetzt sind. Sie hatten die Gräber der Opfer gereinigt und die in den vergangenen acht Jahrzehnten verblassten Namen der Opfer durch neue Namenstafeln wieder sichtbar gemacht.

Nach der Auseinandersetzung mit dem Thema war es den Schülerinnen und Schülern ein Anliegen, das Projekt mit einer Gedenkfeier zu beenden. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Sebastian Schrempp erinnerten drei Schülerinnen vor zahlreichen Gästen an die Ereignisse vor 80 Jahren. Sie traten in ihren Ausführungen auch dem Wunsch von Teilen der Gesellschaft entgegen, unter die damaligen Ereignisse einen Schlussstrich zu ziehen, sondern betonten, wie wichtig die Erinnerung an das Unrecht und den Krieg auch heute noch ist. Dann nannten sie die in den Kriegsgräbern beigesetzten Opfer namentlich und legten für jedes Opfer eine weiße Rose auf die Gräber. Zum Gedenken an diesem Tag gehört auch, die deutsche Täterschaft nicht zu vergessen. So wurde auch an die beiden in der Ecke des Friedhofs beigesetzten russischen Zwangsarbeiter erinnert, die in Mörsch umgekommen sind.

Nach einer Schweigeminute gedachten Pfarrerin Ann-Kathrin Peters und Pastoralreferent Thomas Eckerle für die beiden christlichen Kirchen mit einem Text von Huub Osterhuis der Opfer.

Feierlich umrahmt wurde die Veranstaltung am Akkordeon durch Matthias Rothschmitt aus der 7. Klasse des Walahfrid-Strabo-Gymnasiums. Die Schülerinnen und Schüler dankten der Stadtverwaltung und der Sparkassenstiftung für die finanzielle Unterstützung sowie Steinbildhauer Christoph Lehr für die Unterstützung bei der praktischen Umsetzung.

Zum Abschluss der beeindruckenden Veranstaltung gaben die Schülerinnen und Schüler ihrem Wunsch Ausdruck, dass sich alle für ein friedliches Miteinander einsetzen. In diesem Wunsch waren sich auch die vielen, sichtbar ergriffenen Besucher der Gedenkfeier einig.


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