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Der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe (LBG) bringt im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms (IRP) den Bau des Rückhalteraums Polder Bellenkopf/Rappenwört weiter voran.
Dieses Großprojekt stellt einen wichtigen Baustein des Hochwasserschutzes im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms dar. Das Regierungspräsidium Karlsruhe und die Stadt Rheinstetten haben gestern, 26. Februar 2026, eine Grundsatzvereinbarung zur Umsetzung des Polders Bellenkopf/Rappenwört unterzeichnet.
Der Schulterschluss des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Rheinstetten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes am Oberrhein wird durch diese Vereinbarung bekräftigt. Die Vereinbarung regelt unter anderem Fragen des Erwerbs und der Nutzung städtischer Flächen durch das Land, die Ausstattung der Rheinstettener Feuerwehr, damit diese das Land beim Betrieb des Rückhalteraums optimal unterstützen kann, aber auch die Durchführung und Koordination der Baustellen bei der Umsetzung des Rückhalteraums. Durch die vereinbarten Maßnahmen können die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung insbesondere in Neuburgweier weiter verringert werden. Der Vereinbarung waren intensive Gespräch zwischen der Stadt Rheinstetten und dem Regierungspräsidium vorausgegangen.
„Gemeinsam mit der Stadt Rheinstetten ebnen wir den Weg zur Umsetzung dieses wichtigen Hochwasserschutzprojektes. Trotz der Komplexität des Projektes haben wir Lösungen gefunden, die insbesondere die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Rheinstetten berücksichtigen“, sagte Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder. „Stadt und Land ziehen am gleichen Strang, um den Schutz der Bevölkerung am Oberrhein vor den zunehmenden Gefahren durch Hochwasser zu gewährleisten und zu verbessern.“
Im Januar hatte sich der Gemeinderat der Stadt Rheinstetten einstimmig für die Unterzeichnung der Vereinbarung ausgesprochen. Oberbürgermeister Sebastian Schrempp: „Die Stadt Rheinstetten ist sich ihrer Verantwortung zur Verbesserung des Hochwasserschutzes am Oberrhein bewusst. Diese Vereinbarung bekräftigt die Partnerschaft zwischen Stadt und Land bei der Umsetzung des Rückhalteraumes. Vor allem freue ich mich, dass wir Lösungen gefunden haben, um die Belastungen der Rheinstettener Bevölkerung, die unweigerlich mit einem solchen Großprojekt einhergehen, zu reduzieren.“
Der Rückhalteraum Bellenkopf/Rappenwört ist einer von 13 Rückhalteräumen, die aufgrund des deutsch-französischen Vertrages von 1982 im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms (IRP) am Oberrhein gebaut werden, um die Rheinunterlieger vor großen Hochwassern zu schützen. Der im Bau befindliche Rückhalteraum Bellenkopf/Rappenwört kann künftig rund 14 Millionen Kubikmeter Rheinhochwasser zurückhalten.
Weitere Informationen zum Rückhalteraum Bellenkopf/Rappenwört sind auf der Projektseite des Regierungspräsidium Karlsruhe zu finden.