Rheinstetten bekommt Fernwärme

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Fernwärme Verträge werden unterzeichnet

Zahlreiche Haushalte und Betriebe in der „Neuen Stadtmitte“ von Rheinstetten werden in Zukunft mit Fernwärme heizen können. Die Stadtwerke Karlsruhe bauen gemeinsam mit der Netzeigentumsgesellschaft Rheinstetten (NEG) in den nächsten Jahren eine neue Fernwärme-Leitung. Ende Dezember unterzeichneten die beiden Gesellschaften gemeinsam mit der Stadt Rheinstetten die entsprechenden Verträge. Die juristische Ausarbeitung des umfangreichen Vertragswerkes, bestehend aus Konzessions- und Kooperationsvertrag, hatte mehrere Monate Zeit in Anspruch genommen.

In die über vier Kilometer lange Trasse, mit der die Fernwärme das erste Mal die Gemarkungsgrenzen von Karlsruhe überwindet, werden rund vier Millionen Euro investiert. Die Leitung wird von der neuen Erschließungstrasse der Rheinstrandsiedlung abzweigen und dann durch Forchheim bis zur „Neuen Stadtmitte“ von Rheinstetten führen. Wenn die Bauarbeiten nach Plan verlaufen, können die Rheinstettener schon im Winter 2020/2021 mit Fernwärme heizen. Fernwärme wurde als Basisenergie für die „Neue Stadtmitte“ festgelegt, einen Anschluss- und Benutzungszwang wird es aber nicht geben.

Niedriger Primärenergiefaktor und geringer CO2-Ausstoß

Die Karlsruher Fernwärme ist eine klimaschonende und emissionsarme Heizenergie und wird daher von den Stadtwerken derzeit engagiert ausgebaut. Denn sie stammt zu über 90 Prozent aus Abwärme aus der Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) im Karlsruher Westen und aus Kraft-Wärme-Kopplung bei der Stromerzeugung im Rheinhafen-Dampfkraftwerk der EnBW. Durch diesen hohen Abwärmeanteil wird der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid deutlich reduziert. Denn die Stadtwerke nutzen Abwärme, die sonst ungenutzt an die Umgebung abgegeben würde. Insgesamt ist der Karlsruher Fernwärme-Ausbau ein wichtiger Beitrag zur Energiewende und das größte Klimaschutz-Projekt in der Stadt. Allein durch die Nutzung der MiRO-Abwärme reduziert sich der CO2-Ausstoß jedes Jahr um rund 100.000 Tonnen.


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