| Aus dem Gemeinderat
Um die bestmögliche Lösung für die Sanierung der Ufgauhalle zu finden, stimmte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 24. September über die Vorgehensweise zur Komplettsanierung und die Nachnutzung des Gastrobereiches und der Wohnung ab.
Mitte 2023 hatte der Gemeinderat einer Komplettsanierung der Ufgauhalle für insgesamt 14,12 Mio. € zugestimmt. Die Nachnutzung des Gastronomiebereichs mit Kegelbahn und Wohnung sollte zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Bei der weiteren Entwurfsplanung zeigte sich jedoch, dass die Abhängigkeiten sowohl finanziell als auch funktional recht groß sind. So wären für den Weiterbetrieb des Restaurants Provisorien in Höhe von ca. 200.000 € notwendig gewesen. Um dieses Geld sinnvoller zu nutzen, schlug die Verwaltung dem Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) im Juni 2024 vor, den Gastronomie- und Kegelbahnbetrieb zu beenden und die Flächen in einen vermietbaren Saal sowie Flächen für Vereine umzubauen. Der bisherige Pächter würde seinen Betrieb mit dem Beginn der Bauarbeiten aus Altersgründen beenden. Insbesondere die CDU-Fraktion konnte sich mit der Beendigung des Restaurant- und Kegelbahnbetriebs nicht anfreunden und so bat der AUT die Verwaltung, weitere Varianten zu prüfen und kostenmäßig zu ermitteln.
Im Juli wurden dem AUT drei Varianten vorgestellt:
A. Preisneutral zu den bisherigen Kosten: Umwandlung des Gastro-, Wohnungs- und Kegelbahnbereichs in Vereinsräume, durchgeführt in Eigenregie durch Vereine.
B. Beendigung des Gastronomie- und Kegelbahnbetriebs sowie Umbau der Flächen in einen vermietbaren Saal und Flächen für Vereine (entsprechend dem Vorschlag der Verwaltung vom Juni 2024) bei Mehrkosten von 280.000 €.
C. Komplettsanierung aller vorhandenen Bereiche incl. Restaurant, Kegelbahn und Wohnung zu einem Mehrpreis von knapp 2 Mio. €
Der AUT verwies die Entscheidung an das neu gewählte Gremium, das sich ab September zusammenfinden würde und brachte noch eine weitere Variante ins Spiel, die der Komplettsanierung entspricht, jedoch den Abbruch der Pächterwohnung beinhaltet.
Dem neuen AUT wurden im September die vier Varianten durch das Architekturbüro DUplus aus Rastatt vorgestellt. Für die Variante Komplettsanierung ohne Pächterwohnung wurden Mehrkosten in Höhe von 1,7 Mio. € ermittelt. Mit 6 zu 5 Stimmen empfahl der AUT dem Gemeinderat, die Variante B mit Umbau zu einem vermietbaren Saal umzusetzen.
In der Gemeinderatssitzung am 24.09. kam es schlussendlich zu einer knappen Abstimmung mit 12:9 zugunsten der Variante D.
Somit wird die Ufgauhalle, wie im Bestand, komplett zu den prognostizierten Kosten von 15,815 Mio. € saniert, mit Ausnahme der Wohnung, die abgebrochen wird. Laut Planerteam können die Bauarbeiten 2026 beginnen.