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Polder Bellenkopf/Rappenwört

| Aus dem Gemeinderat Polder


Trennbauwerk: der Hochwasserdamm HWD XXV in Neuburgweier

Die Diskussion um den Trenndamm für den Polder Bellenkopf/Rappenwört zieht sich seit Jahren. Nun stellte Projektleiter Thorsten Daum vom Regierungspräsidium Karlsruhe in der Sitzung des Gemeinderates am 25.11.2025 eine neue Antragsvariante vor, die im Gremium auf breite Zustimmung stößt. Diese soll im Frühjahr offiziell offengelegt werden, anschließend folgt das Anhörungsverfahren.

Die bisherigen Planungen waren vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg teilweise als rechtswidrig eingestuft worden, wodurch das Projekt gestoppt wurde. Das Gericht ließ jedoch die Möglichkeit einer überarbeiteten Variante offen. Daraufhin setzten sich Stadt und Regierungspräsidium erneut an den Tisch.

Die größte Herausforderung war die Neuplanung des Trenndamms XXV. In den vergangenen sechs Monaten wurden sieben Varianten (A bis G) detailliert geprüft – von unterschiedlichen Spundwand-Konstruktionen bis hin zu Varianten mit stärkerem oder geringerem Eingriff in die Natur. Schließlich fiel die Wahl auf Variante G, die technisch am anspruchsvollsten ist, aber die geringsten Eingriffe verursacht.

Die Antragsvariante sieht vor, den Damm von Rheinstetten-Neuburgweier bis Karlsruhe-Daxlanden durchgehend nach diesem Modell zu bauen. Zwar steigen die Kosten auf rund 22,4 Millionen Euro, doch Daum betonte: „Das ist es uns wert – es handelt sich um ein hochwertiges Bauwerk.“ Geplant ist eine kombinierte Bauweise mit Bermen (Absätzen zur Stabilisierung), Durchwurzelungssperren und einer Spundwand im Damm. Der Kronenweg soll ohne Geländer auskommen.

Mit Blick auf die mit dem Land Baden-Württemberg noch abzuschließenden Vereinbarung hob Oberbürgermeister Sebastian Schrempp hervor, dass viele Fragen bereits geklärt seien – etwa ein Monitoring der Wasserqualität für den Fermasee sowie ein Schnaken-Monitoring. Zudem wird der Baustellenverkehr künftig nicht mehr durch Neuburgweier geleitet, sondern über den Hinter Gierle Weg. Der Wertstoffhof soll verlegt und der Weg entlang des Rheins als Rundweg gut ausgebaut werden.

Der Polder Bellenkopf/Rappenwört ist Teil des Integrierten Rheinprogramms, das insgesamt 13 Polderräume vorsieht. Ziel ist es, natürliche Überflutungsflächen zurückzugewinnen, Auenlandschaften zu entwickeln und den Hochwasserschutz langfristig zu sichern.


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