Optimierungsprozess rund um das Mensa-Angebot in der Schwarzwaldschule

| Schulentwicklung


Schwarzwaldschule - Tablet in der Mensa

In den vergangenen Wochen wurden unter anderem in der Informationsveranstaltung zur Ganztagsgrundschule sowie Teilen der Kommunalpolitik die Themen "Betreuungsangebote in den Ferien", "Mensa in der Schwarzwaldschule" und "Medienausstattung Grundschulen" diskutiert. In einer dreiteiligen Serie informiert die Verwaltung an dieser Stelle über Fakten und Hintergründe.

Beitrag 01: Betreuungsangebote in den Ferien
Beitrag 02 (dieser Beitrag): Mensa in der Schwarzwaldschule
Beitrag 03: Medienausstattung der Schulen

Schullandschaft im Wandel: Mensa stärker genutzt - Angebot vielfältiger

Die Schullandschaft befindet sich im Wandel. In Rheinstetten wurde hierauf mit dem bereits vor Jahren eingeleiteten umfangreichen Grundschulentwicklungsprozess reagiert. Mit der Fusion der beiden Grundschulen in Forchheim und Einrichtung eines für die Eltern wählbaren Ganztagsbetriebs wurden wichtige Schritte auf dem Weg in die Zukunft unserer Schulen zurückgelegt.

Ganztagsgrundschule und längere Betreuungszeiten bringen mit sich, dass die Schülerinnen und Schüler über Mittag an der Schule verbleiben. Dazu gehört ein Mittagessen, das an der Schwarzwaldschule in der 2012 eröffneten Mensa angeboten wird. Seit Einrichtung des Ganztagsbetriebs zum Schuljahr 2017/18 hat sich die Zahl der zu verpflegenden Kinder erhöht, auch das System der Essensausgabe wurde angepasst. Die Beaufsichtigung erfolgt durch städtische Mitarbeiter/-innen, die Ausgabe der Essen an der Theke obliegt dem Caterer, der die Speisen zubereitet.

Die Vielfalt des Angebots wird verbessert: Für die Schülerinnen und Schüler stehen künftig zwei Essen zur Auswahl, es gibt Fleischgerichte und vegetarische Gerichte. Berücksichtigt werden selbstverständlich auch etwaige Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten im jeweiligen Einzelfall.

Optimierung der Abläufe

Die verstärkte Nutzung des Mensaangebots machte eine Anpassung verschiedener Abläufe erforderlich. Diese Optimierungen sind zum Teil bereits umgesetzt, teils folgt die Umsetzung in Kürze. Dazu gehört eine weitere Aufstockung des Personals, die bereits in die Wege geleitet wurde. Weiterhin tragen die Schaffung einer weiteren Ausgabestelle für das zweite Essen und die Ausstattung mit schülerfreundlichen, verschiedenfarbigen Tabletts zur Verbesserung und Beschleunigung des Mensabetriebs bei. Auch Schulungen für die Mitarbeitenden sind Teil der Optimierungsoffensive. Zum Schulungsprogramm gehört auch eine besondere Hygieneschulung.

Kapazitäten der Mensa

Das Mittagessen in der Mensa erfolgt in zwei "Schichten", die erste Gruppe isst von 12.25 bis 12.55 Uhr, die zweite von 12.55 bis 13.25 Uhr. Nach dem Essen gehen die Kinder in ihre nachfolgenden schulischen Angebote. Dieses Modell ist mit dem Schulbetrieb abgestimmt und kann daher weiterhin beibehalten werden.

Ein klares Zeitfenster stellt hohe Anforderungen an geregelte Abläufe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sich dieser Herausforderung mit großem Engagement. Die Erfahrungen seit Schuljahresbeginn wurden zwischenzeitlich analysiert und Nachjustierungen in Angriff genommen. Die erwähnten Optimierungen im Mensabetrieb sollen sicherstellen, dass es nicht zu zeitlichen Verzögerungen kommt und eine zu lange Wartezeit bei der Essensausgabe vermieden wird. Dies vorausgesetzt, stellt das rollierende System eine gut funktionierende Lösung dar. Jedes Kind verfügt so über ausreichend Zeit für das Essen.

Mehr Raum für die Mensa

Der Ganztagsbetrieb erfreut sich nun bereits im zweiten Jahr eines guten Zuspruchs. Bis zum Erreichen des "Vollbetriebs" mit vier Jahrgängen wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die in der Mensa ein Mittagessen zu sich nehmen, noch steigen. Dieser auch eingangs erwähnte rasche Wandel in der Schullandschaft bringt mit sich, dass die im Jahr 2012 in völlig anderer Situation zugrunde gelegte Größe der Mensa nicht mehr den künftigen Anforderungen entspricht. Unstreitig ist daher, dass über die jetzt vorhandenen räumlichen Kapazitäten hinaus noch zusätzlicher Platz benötigt wird.

Die Schwarzwaldschule ist ein Bestandsgebäude, das baulich und ausstattungstechnisch auf die heutigen Erfordernisse angepasst wird. Anders als bei einem Neubau, der schon bei der Planung komplett auf die heutigen Wünsche ausgerichtet werden kann, gilt es bei Bestandsgebäuden, die vorhandene Substanz sinnvoll anzupassen und bestmöglich zu nutzen. So verständlich der spontane Ruf nach einem zusätzlichen Anbau für die Mensa ist, sind selbstverständlich im Hinblick auf die Kosten auch noch andere Varianten zu prüfen. Es gilt, eine Lösung zu finden, die den Qualitätsansprüchen des Bildungsstandorts Rheinstetten genügt, ohne den Gedanken der Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Gemeinderat und Verwaltung wird es ein wichtiges Anliegen sein, eine geeignete Lösung zu finden.


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