Neue Stadtmitte Rheinstetten

| Stadtentwicklungskonzeption-Stadtmitte


Spatenstich für ein „belebtes und beliebtes Zentrum“

Spatenstich Neue Stadtmitte am 22.02.2019
Symbolisch griffen am vergangenen Freitag städtische Vertreter sowie aus Politik und Wirtschaft zum Spaten.

„Der Punkt, an dem wir jetzt angelangt sind, ist ein Meilenstein in der Geschichte der Neuen Stadtmitte Rheinstetten“, begrüßte Oberbürgermeister Sebastian Schrempp die rund 150 Gäste beim Spatenstich der Neuen Stadtmitte Rheinstetten am vergangenen Freitag, darunter die Landtagsabgeordneten aus dem Rheinstettener Wahlkreis, Christine Neumann-Martin und Barbara Saebel sowie Regierungsvizepräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm. Bereits vor ca. 40 Jahren, nur wenige Jahre nach dem Zusammenschluss der drei Gemeinden Forchheim, Mörsch und Neuburgweier zu Rheinstetten, habe der Gemeinderat erstmals grünes Licht für eine neue Ortsmitte im Gewann Rösselsbrünnle gegeben.

„Mit dem Entstehen der Stadtmitte gehen wir einen Schritt, der Rheinstetten entscheidend prägen und einen höheren Stellenwert in der Region bescheren wird.“ Schrempp dankte bei dieser Gelegenheit den anwesenden Bürgermeister-Kollegen BM Daniel Fluhrer aus Karlsruhe, BM Andreas Augustin aus Durmersheim und BM Andrea Laukart aus Au am Rhein, da die Entwicklung der Neuen Stadtmitte die Zustimmung der umliegenden Städte erhielt.

Viele Menschen haben sich bei der Planung des rund 7,3 Hektar großen Gebiets eingebracht. Um die Bevölkerung noch besser in die Planung einzubinden, wurde im Jahr 2012 eine freiwillige Bürgerbeteiligung mit Workshops und Aktionen in allen Stadtteilen durchgeführt. 2014 ließ der Gemeinderat die Bürgeranregungen in die Planung der Stadtmitte konkret einfließen.

Geplant sind ein Handels- und Dienstleistungszentrum, ein Vollsortimenter sowie ein Drogeriemarkt, Praxen, eine zentrale Parkanlage mit Mehrgenerationenspielplatz sowie Gastronomie mit Außenbewirtschaftung. Im neuen Bürger- und Kulturhaus wird die Stadtbibliothek als Erlebnisbibliothek einziehen. Ein Trausaal und sogar ein Traugarten sind dort ebenfalls angedacht. „Zukünftig können Sie in der Neuen Stadtmitte erst einkaufen, anschließend einen Kaffee genießen und abends eventuell eine kulturelle Veranstaltung besuchen. Die Neue Stadtmitte: ein belebter und beliebter Treffpunkt für alle Generation – zentral, naturnah und barrierefrei.“, so Schrempp.

Neuer Wohnraum ist für rund 750 Menschen (ca. 350 Wohneinheiten) vorgesehen. Dies sei zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber nur behutsames Wachstum könne eine Stadt auch verkraften. Die Stadt legt Wert auf eine gute Durchmischung der neuen Bewohner, von der jungen Familie bis hin zu älteren Menschen. Auch ein Alten- und Pflegeheim soll es geben, da Rheinstetten ein Pflegeplatzdefizit von 100 – 130 Plätzen hat.

Die Stadt hat rund 80 Prozent der Fläche der Neuen Stadtmitte gekauft und damit viel Entscheidungskompetenz gewonnen. Rund 20 Mio. Euro investiert Rheinstetten in das Projekt, davon ca. 2 Mio. für die Erschließung, ca. 5,5 Mio. für Grundstückskäufe, ca. 2,5 Mio. für den Marktplatz, ca. 1 Mio. für den Grünstreifen und ca. 8,7 Mio. für das Kulturhaus. Dem gegenüber stehen Einnahmen aus Grundstücksverkäufen von rund 14 Mio. Euro.

Zum ersten Mal erschließt die Stadt ein Baugebiet nicht selbst, sondern mit einem Erschließungsträger. Arno Linder von der Gesellschaft für kommunale Baulanderschließung (GfK) führte den Zeitplan aus. Die Ausschreibung für die Tiefbauarbeiten sei Ende letzten Jahres erfolgt, mit der Fertigstellung der von der Firma Grötz begonnenen Erschließungsarbeiten rechne er im Frühjahr 2020. Danach kann die Wohnbebauung starten. Voraussichtlicher Baubeginn für das Bürger- und Kulturhaus inklusive Marktplatz und Grünanlage ist Ende 2020, Fertigstellung voraussichtlich Ende 2022.

In seinen Dank schloss OB Schrempp die vielen Mitwirkenden ein: die Vertreter der Behörden und Firmen, die Bürgermeister aus dem Umland, den Gemeinderat, die Anwohnerinnen und Anwohner, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Bürgermeister Michael Heuser an der Spitze, alle Planer und Projektbeteiligten sowie alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Neue Stadtmitte engagieren.

Hier zur Chronik der Stadtmitte


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