Neue Lernchancen an neuer Grundschule

| Schulentwicklung


Podiumsveranstaltung in der Aula der Schwarzwaldschule

Über 600 Einladungen hatte die Stadt Rheinstetten verteilt. Letztlich nahmen circa 150 Interessierte das Angebot wahr, sich bei einer Podiumsveranstaltung in der Aula der Schwarzwaldschule am letzten Donnerstag von den beiden Schulleiterinnen Edeltraud Schwarz (Johann-Rupprecht-Schule) und Manuela Zöller (Schwarzwaldschule),  der  leitenden Schulamtsdirektorin Elisabeth Groß sowie Oberbürgermeister Sebastian Schrempp und Bürgermeister Michael Heuser über die Themen „Neue Grundschule“ und „Ganztagesschule Forchheim“ zu informieren.

Nach einem kurzen Rückblick Schrempps auf den Grundschulentwicklungsprozess in Rheinstetten erläuterten Schwarz und Zöller die verschiedenen Punkte des pädagogischen Konzepts, das unter anderem beinhaltet, dass sich die Schüler in Bezug auf ihre Fertigkeiten und Begabungen weiterentwickeln können. „Wichtig ist aber auch ein wertschätzender und respektvoller Umgang im Hinblick auf ein soziales Miteinander sowie ein rhythmisierter Unterrichtstag, bei dem sich Phasen des Lernens und Entspannens abwechseln“, erklärte Schwarz. „Wir wollen eine lernende Schule mit individuellen Lernzeiten sein, in der Schüler in ihrem eigenen Tempo arbeiten. Zudem sollen die Schüler die Schule als Lebensraum verstehen“, ergänzte Zöller.

Als einer der wichtigsten Punkte des Konzepts bezeichneten die Pädagoginnen die Erziehungspartnerschaft, bestehend aus Eltern, Kindern und Lehrern. „Nur gemeinsam können Regeln und Werte vermittelt werden, daher ist es von enormer Bedeutung, dass Eltern mit der Schule auf Augenhöhe arbeiten“, so Schwarz.

In Bezug auf die Ganztagesschule am Standort Schwarzwaldschule erläuterten Schwarz und Zöller den Mehrwert durch eine längere Bildungszeit. So stehe die Ganztagesschule beispielsweise für eine verlässlich erzieherische Betreuung, neue Lernchancen durch erweiterte Lernzeit und veränderte Lernkultur sowie bessere Bildungschancen aufgrund einer intensiven Förderung.

Der Startschuss für die Ganztagsgrundschule in Wahlform fällt zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 mit der Jahrgangsstufe 1. Wie die Schulleiterinnen erklärten, sind die Angebote im Ganztagsbereich mit Ausnahme des Mittagessens grundsätzlich unentgeltlich. Dazu gehören auch die am Nachmittag stattfindenden Module „Kultur und Künste“, „Bewegung“, „Entdeckerkids“ sowie „Sprache und Kommunikation“. Diesbezüglich seien Kooperationen mit diversen Vereinen und Institutionen aus Rheinstetten und Karlsruhe, wie etwa dem KIT, dem „Sandkorn“-Theater, dem Seniorenzentrum St. Martin oder dem Musikverein „Harmonie“ Forchheim geplant.

In der abschließenden Podiumsrunde, die von Elisabeth Groß moderiert wurde, hatten die Besucher dann noch die Möglichkeit, ihre Fragen loszuwerden. So wollte beispielsweise eine Mutter wissen, ob reine Ganztagesklassen möglich sind, was von den Experten allerdings verneint wurde. Ebenso wurde von Schwarz und Zöller deutlich gemacht, dass Schüler, die vor dem Schuljahr 2017/2018 eingeschult werden, keine Möglichkeit haben, in das neue System zu wechseln. Mit Ja wurde hingegen die Frage eines Vaters beantwortet, der wissen wollte, ob ein jährliches Wahlrecht weg oder hin zur Ganztagesschule bestehe. (m.f.G.d.BNN)

Hier zur Elternpräsentation als PDF-Dokument

hier zum Antwortbogen "Ganztagesschule in Wahl-Form"

hier zum Antwortbogen "Grundschule im Regelbetrieb" für Eltern im Stadtteil Forchheim


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