Neue Grundschule und Ganztagsgrundschule in Forchheim

| Schulentwicklung


Viele Eltern haben sich bei der Informationsveranstaltung Ende Juni über die neue Grundschule und die geplante Ganztagsschule informiert und dabei die Gelegenheit genutzt, den Expertinnen und Experten aus Schule, Schulamt und Verwaltung ihre Fragen zu stellen.

In die im Nachgang zu dieser Veranstaltung durchgeführte Elternumfrage wurden auch aktuelle Fragen aus der Informationsveranstaltung aufgenommen. Die Umfrage wurde in der Zeit vom 24.06. bis 11.07.2016 durchgeführt. Sie diente dazu,

- das grundsätzliche Interesse an Ganztagsschule
- möglichen, über einen Ganztagsschulbetrieb hinausgehenden Betreuungsbedarf (Kernzeit)
- möglichen, über einen Halbtagsschulbetrieb hinausgehenden Betreuungsbedarf (Kernzeit)
- zusätzlichen Betreuungsbedarf in den Ferien

zu ermitteln. Dies ist erforderlich, weil die Ganztagsschule nur dann eingerichtet werden kann, wenn eine Nachfrage besteht und der dauerhafte Bestand durch ausreichend Schülerinnen und Schüler, die diese Schulart besuchen, gewährleistet ist. Für die Einrichtung einer Ganztagsschule bedarf es mindestens einer Gruppe mit 25 Schülerinnen und Schülern.

An der Umfrage beteiligten sich 267 Eltern, was einer Quote von 40,5 % der 600 Befragten entspricht. Interesse an Ganztagschule haben danach für das Schuljahr 2017/18 Eltern von 42 Kindern, im Schuljahr 2018/19 Eltern von 24 Kindern und im Schuljahr 2019/20 Eltern von 37 Kindern.

Betreuungsbedarf über die tägliche Ganztagsschulzeit hinaus ist in unterschiedlichen Zeiträumen vorhanden, ebenso besteht Bedarf für die Betreuung in den Ferien. Die Rückläufe zur klassischen Form der Halbtagsschule belegen erwartungsgemäß einen vorhandenen, jedoch deutlich geringeren Betreuungsbedarf sowohl in den Randzeiten als auch in den Ferien.

Auf Hinweise und Fragen, die sowohl während der Umfrage von Eltern an die Verwaltung herangetragen oder in den Fragebogen schriftlich formuliert wurden, soll nochmals eingegangen werden:

Zu welchem Zeitpunkt wird die Ganztagsschule eingerichtet?

Die Ganztagsschule wird für das Schuljahr 2017/18 beantragt. Sofern die Schulbehörde den Antrag der Stadt genehmigt, können ab Sommer 2017 erstmals Kinder in das erste Schuljahr der Ganztagsschule eingeschult werden.

Was kostet die Ganztagsschule?

Die Ganztagsschule ist für die Eltern kostenfrei. Kostenpflichtig sind wie bisher das Mittagessen und die Betreuung über die Unterrichtszeit hinaus (Kernzeit).

Können Kinder, die in diesem Jahr eingeschult werden oder bereits die Schwarzwald-Grundschule oder die Johann-Rupprecht-Grundschule besuchen, später in die neue Ganztagsgrundschule wechseln?

Nein. Das ist nicht möglich.

Stehen die außerschulischen Betreuungsangebote (Hort, Kernzeitbetreuung) in ihrer jetzigen Form bis zum Beginn des Schuljahrs 2017/18 zur Verfügung?

Ja. An den Angeboten wird sich bis dahin nichts ändern.

Was geschieht ab dem Schuljahr 2017/18 mit den Kindern in Klasse zwei bis vier, die das Betreuungsangebot in der bisherigen Form noch benötigen?

Für Kinder, die ab dem Schuljahr 2017/18 die Klassen zwei bis vier besuchen, bleibt das bisherige Betreuungsangebot bis zum Ende ihrer Grundschulzeit bestehen.

Welche Auswirkung hat die Ganztagsgrundschule künftig auf die außerschulischen Betreuungsangebote?

Außerschulische Betreuungsangebote bleiben erhalten, werden sich jedoch sukzessive an das neue Angebot und den daraus resultierenden Bedarf anpassen, z.B. wird sich der Bedarf an Hortplätzen durch die Ganztagsschule verändern, da viele Eltern durch die Ganztagsschule nachmittags kein Hortangebot mehr benötigen.

Wird der Hort geschlossen, wenn die Ganztagsschule kommt?

Nein. Der Hort wird nicht geschlossen. Das Hortangebot wird sich jedoch zwangsläufig verändern, weil sich die Ganztagsschule natürlich auf den Hort auswirken wird. Nach wie vor wird der Hort z.B. für Eltern, die das nachmittägliche Hortangebot der Ganztagsschule vorziehen, und für außerschulische Betreuung in den Ferien zur Verfügung stehen.

Wird die Grundschulförderklasse geschlossen?

Nein. Die Grundschulförderklasse ist eine eigenständige Einrichtung, die Schülerinnen und Schüler auf die Grundschule vorbereitet. Es war und ist nicht beabsichtigt, diese Einrichtung zu schließen. Die Grundschulförderklasse wird vorerst in den gewohnten Räumen im Gebäude der Johann-Rupprecht-Schule verbleiben. Zu einem späteren Zeitpunkt wird darüber entschieden, ob und falls ja, in welches der beiden Grundschulgebäude, Forchheim oder Mörsch, die Grundschulförderklasse einzieht. Beide Optionen sind möglich.

Was geschieht mit den Schulbezirken?

Es wird nach wie vor Schulbezirke geben. Mit der Zusammenführung der Schwarzwald- und Johann-Rupprecht-Grundschule wird eine Fusion der beiden Schulbezirke notwendig. Die Ganztagsschule hingegen ist eine Wahlschule. Das bedeutet, dass Kinder aus allen Stadtteilen die Ganztagsschule schulbezirksübergreifend besuchen können.

Wie kommen die Kinder zur neuen Grundschule mit Ganztagsschule in Forchheim?

Die Kinder kommen wie bisher zur Schule. Notwendige Änderungen der Schülerbeförderung/des Schulbusverkehrs werden geprüft und bedarfsgerecht durch den Schulträger veranlasst.

Mit der neuen Grundschule in Forchheim und der Einrichtung einer Ganztagsschule realisiert die Stadt Rheinstetten den ersten Schritt des Ergebnisses, des in den Jahren 2013 bis 2016 gemeinsam mit Eltern, Schule, Schulamt und Verwaltung durchgeführten Beteiligungsprozesses zur Grundschulentwicklung. Die dabei erarbeitete und vom Gemeinderat einstimmig beschlossene Qualitätsmatrix ist Grundlage des Handelns. Sie findet Anwendung auf alle drei künftigen Grundschulstandorte und garantiert eine qualitätsvolle Bildung ab der Primarstufe. Im gesamten Prozess der Grundschulentwicklung stand und steht auch künftig die Bildung der Kinder im Vordergrund. Der Stadt ist bewusst, dass qualitätsvolle Grundschule durch ein gutes und verlässliches Betreuungsangebot ergänzt werden muss, um den unterschiedlichen Familiensituationen gerecht zu werden. Entsprechend wird es weiterhin außerschulische Betreuungsangebote geben. Wir bitten um Verständnis, dass Bedarfe zunächst identifiziert werden müssen, bevor darauf mit einem passenden Angebot reagiert werden kann.   

Wir bedanken uns bei den Eltern für die zahlreiche Teilnahme an der Umfrage und bitten Sie, sich bei weiteren Fragen mit der Schulleitung der Schwarzwald- und/oder Johann-Rupprecht-Grundschule, gerne auch mit der Stadtverwaltung in Verbindung zu setzen.


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