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Kriminalitäts- und Unfallstatistik Rheinstetten

| Aus dem Gemeinderat


Schriftzug Polizeibehörde mit Unfallstatistik als Balkendiagramm

Mit 6,5 Stellen und zwei Fahrzeugen sei der Polizeiposten in Rheinstetten gut besetzt, erklärte Erster Polizeihauptkommissar (EPHK) Gunther Lipp, Leiter des Polizeireviers Ettlingen in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Dort stellte er gemeinsam mit Polizeihauptkommissarin (PHKin) Nadine Walter, Polizeiposten Rheinstetten, dem Gremium die Kriminalitäts- und Unfallstatistik 2023 vor. Dass sich die Stadträtinnen und -räte eine Öffnung des Postens auch in den Abendstunden wünschten, kam deutlich zur Sprache. Umzusetzen sei dies allerdings nicht, so Lipp. „Fachkräftemangel gibt es überall. Bei rund 80 Prozent der besetzten Stellen sind wir ständig auf der Suche nach Nachwuchs.“

Bei den Straftaten sei zu erkennen, dass der Bereich des Diebstahls wachse, wohingegen Wohnungseinbrüche zurückgingen. „Fahrräder werden in Rheinstetten traditionell gerne geklaut“, erklärte PHKin Walter. Dass Rauschgiftdelikte stark angestiegen seien, sei auf den ersten Blick der Statistik zu entnehmen. Das müsse aber nicht zwingend heißen, dass diese Taten tatsächlich zugenommen haben. Gunther Lipp erklärt das so: „Wenn wir in dem Bereich etwas tun, haben wir natürlich auch mehr Fälle.“ Der Schwerpunkt lag demnach 2023 in Rheinstetten u.a. bei der Ermittlung zu Rauschgiftdelikten.

Landespolizei und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) zeigten im vergangenen Jahr bereits mehr Präsenz im öffentlichen Raum. „So konnten sich hier keine Kriminalitätsschwerpunkte entwickeln“, erklärte Ronald Daum, Ordnungsamtsleiter der Stadt Rheinstetten, im Gespräch mit der Redaktion. Völlig unverständlich sei ihm allerdings, dass gerade dort die verbale und physische Gewalt gegen Uniformierte zunehme. So seien die Zahlen im Bereich der Angriffe gegen Einsatzkräfte (Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr) auf einen neuen Höchststand gestiegen.

Die Zahl der Unfälle habe zwar im Vergleich zum Vorjahr ein wenig zugenommen (373 statt 358). Hier zählten aber auch Unfälle auf der B 36 dazu, diese würden nicht separat ausgewiesen. Im Innenortsbereich gebe es aber keine Unfallschwerpunkte „und insgesamt zum Glück keine tödlichen Unfälle“, so Lipp. „Verletzte Fußgänger gab es gar keine.“ Das subjektive Empfinden sei gerade in diesem Bereich in Rheinstetten anders: „Aber im Vorjahr hatten wir noch sieben verletzte Fußgängerinnen und Fußgänger, in 2023 keine“, freute sich Ronald Daum.

Auf Bandengruppierungen im Jugendbereich angesprochen erklärte Nadine Walter, dass dazu in Rheinstetten nichts bekannt sei. „Das spielt sich eher in Richtung Karlsruhe ab.“ Insgesamt seien die Verdachtszahlen bei den Personengruppen der Kinder und Jugendlichen (27) „nicht problematisch“. Und auch die Zahl der Tatverdächtigen aus der Gruppe der Asylanten/Flüchtlinge sei „absolut im unteren Bereich“ (24). Wobei hier Studien belegen, dass Flüchtlinge schneller einer Gewalttat verdächtigt oder angezeigt werden.

Im Bereich der Wohnungseinbrüche oder bei Kriminalität im öffentlichen Raum gebe es zwar keine schlechten Nachrichten, die Polizei sei aber immer dankbar um jeden Hinweis aus der Bevölkerung. „Eine Meldung an die Polizei oder an den Kommunalen Ordnungsdienst ist hier immer sehr wertvoll,“ so EPHK Lipp abschließend. „Lieber eine gemeldete verdächtige Wahrnehmung zu viel als zu wenig.“


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