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Konstituierende Sitzung des Ortschaftsrates am 24. Juli 2024

| Aus dem Gemeinderat


Staffelstab wird Ende 2025 an Julia Becker weitergereicht

Verabschiedung von Ortschaftsratsmitglied Gerd Waidner

Gerhard Bauer und Gerd Waidner

Mit der Kommunalwahl 2024 beendete ein „Urgestein“ seine politische Karriere. Gerd Waidner (ULR) wird nach 30 Jahren nicht mehr dem Ortschaftsrat Neuburgweier angehören. Ortsvorsteher Gerhard Bauer würdigte die Leistungen Waidners mit einem Überblick über die von ihm mitgeprägten Themen im Ortschaftsrat und überreichte ihm für die Zeit des Ruhestandes einen Gutschein vom Rheinkiosk. Ein großes Anliegen neben den politischen Sachthemen waren Waidner immer auch die Aktivitäten im Ort, wie das Fährfest, der Bürgertreff, der Nikolausmarkt und z.B. die 800-Jahr-Feier. Auch wenn Waidner oftmals kritisch im Ortschaftsrat seine Meinung kundtat, so war letzendlich ein gutes Miteinander und das Suchen nach einer gemeinsamen Lösung für Neuburgweier sein größtes Anliegen. „Kritisch werde ich auch weiterhin bleiben und hoffe, dass neben einer vertrauensvollen Zusammenarbeit auch der Ortschaftsrat weiterhin kritisch bleibt“, so Waidner bei seinen Dankesworten an das Gremium.

Seine langjährige Weggefährtin Elisabeth Ganßmann (ULR) überraschte Waidner zum Abschied mit einem persönlichen Gedicht und Waidners Lieblingskuchen, der symbolisch mit einem Dinosaurier für das „Urgestein“ dekoriert war. „Weltoffen, über den Tellerrand blickend, ist Gerd Waidner“, so Ganßmann „und als Initiator des Palca-Kreises pflegt er internationale Freundschaften. Er kann aber auch emotional werden und steht für Lösungen über Parteigrenzen hinweg.“ Die übrigen Mitglieder des Ortschaftsrates schlossen sich dem Dank und der Anerkennung ihrer Vorredner an und verabschiedeten Waidner unter großem Applaus aus dem Ortschaftsrat.

Verpflichtung der neu gewählten Mitglieder des Ortschaftsrates

Gruppenfoto des neuen Ortschaftsrates

Alle sechs ehrenamtlichen Mitglieder des Ortschaftsrates – darunter mit Jürgen Burkart (CDU) ein neues Mitglied – wurden von Ortsvorsteher Gerhard Bauer auf ihr Amt verpflichtet, Bauer selbst wurde von Elisabeth Ganßmann verpflichtet. Gemeinsam wurde die Verpflichtungsformel gesprochen und im Anschluss die Urkunden übergeben. Für alle Ortschaftsratsmitglieder gab es seitens der Verwaltung ein kleines Starterpaket mit wichtigem Informationsmaterial und allerlei nützlichen Dingen für die Ratsarbeit.

Zu Urkundspersonen wurden einstimmig Jürgen Burkart (CDU) und Elisabeth Ganßmann (ULR) und als deren Stellvertreter Julia Becker (CDU) und Stefan Kungl (SPD) bestellt.

Vorschlag des Ortschaftsrates für die Wahl des Ortsvorstehers und seiner Stellvertretung

Gerhard Bauer und Julia Becker

Mit dem amtierenden Ortsvorsteher Gerhard Bauer (SPD) und Julia Becker (CDU) warfen diesmal zwei Mitglieder des neu gewählten Ortschaftsrates ihren Hut für die Wahl zum Ortsvorsteher in den Ring. Bauer hatte bei der Wahl die meisten Stimmen erhalten, knapp dahinter landete Julia Becker, die mit ihrer Fraktion jedoch nun die meisten Sitze im Ortschaftsrat innehat. Ein Patt kündigte sich an, da sowohl Bauer als auch Becker drei Stimmen auf sich vereinen konnten. Eine nach zwei Wahlgängen durchzuführende Losentscheidung sollte aber nicht das Ziel sein.

Durch intensive Gespräche aller Beteiligten im Vorfeld suchte man nach einem Kompromiss, der letztendlich gelang.

So wird nun Gerhard Bauer bis zu seinem Rücktritt Ende 2025 weiter als Ortsvorsteher fungieren und kann laufende Projekte, wie das Baugebiet Baumgarten und die Verhandlungen zum Polder, fort- bzw. zu Ende führen.

Im Januar 2026 soll dann Julia Becker dem Gemeidnerat als Ortsvorsteherin vorgeschlagen und gewählt werden. Beide Kandidaten gaben persönliche Erklärungen ab, ein gemeinsamer Antrag von CDU und SPD – eine sogenannte Absichtserklärung – wurde dem Protokoll beigefügt. Bei der anschließenden offenen Wahl für den Vorschlag zum Ortsvorsteher bzw. seiner Stellvertreterin erzielten sowohl Gerhard Bauer als auch Julia Becker ein einstimmiges Ergebnis.

„Ich liebe Neuburgweier und hätte gerne noch eine Amtszeit zu Ende gebracht, kann aber auch die Interessen der CDU als stärkste Kraft verstehen“, so Bauer, der der CDU für die Kompromisslösung dankte und die nächsten anderthalb Jahre sein Amt mit vollem Herzen ausführen wird.

Becker sprach von turbulenten Zeiten, nachdem sie ihre Kandidatur verkündet hatte. „Ich habe mich über mein hervorragendes Wahlergebnis sehr gefreut und möchte nach Rücksprache mit meiner Familie Verantwortung für Neuburgweier tragen. Das parteipolitische Denken hat mich aber auch nachdenklich gemacht, plötzlich ging es nicht mehr um mich als Person, sondern nur noch um die Partei.“ Auch sie sei froh um den Kompromiss, denn der Zusammenhalt im Ortschaftsrat sei für Neuburgweier und für sie persönlich sehr wichtig.

Symbolisch übergab Bauer ihr einen zweiten Rathausschlüssel als Zeichen des Zusammenhaltes: „Du bist immer im Rathaus willkommen.“ Die Wahl zum Ortsvorsteher und seiner Stellvertreterin findet nun im Gemeinderat am 24. September statt.


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