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Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Rheinstetten sammelt“ anlässlich des diesjährigen Stadtjubiläums wurde Anfang August im Museum für Siedlungsgeschichte in Neuburgweier eine neue Ausstellung eröffnet. Unter dem Titel „Erinnerungsdinge – Gedächtnisspuren von Menschen in Rheinstetten“ beschäftigen sich Indra Schelble und Olaf Quantius vom Verein poetic food forest e.V. darin in künstlerischer Form mit den Erinnerungen Rheinstettener Einwohnerinnen und Einwohner.
Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Sebastian Schrempp und der Vorsitzenden des Seniorenbeirats Brigitta Reger erläuterten die beiden Kunstschaffenden den zahlreichen Gästen, wie es zu dieser Ausstellung kam und welche Überlegungen hinter dem umgesetzten Konzept stehen. Die Idee zu dieser Ausstellung entstand bei einem Zusammentreffen der Künstlerin und des Künstlers mit Brigitta Reger am „Tag der offenen Gärten“ 2024 auf der Projektfläche „Meriske West“ des Vereins poetic food forest e.V. auf dem ehemaligen Tankgraben an der Daimler-Benz-Straße in Mörsch. Bei einem Nachmittagskaffee im Advent 2024 unterhielten sich dann Indra Schelble und Olaf Quantius mit Rheinstettener Seniorinnen und Senioren und bekamen so Einblicke in deren Lebenserinnerungen. Daraus entstanden Gedächtnisprotokolle, die die beiden in Form von Cyanotypien (Edeldruckverfahren mit blauen Farbtönen), angereichert mit Abbildungen passender Erinnerungsstücke, im Museum in Bildkonglomeraten den Besuchenden präsentieren. Ergänzt werden diese Erinnerungscluster durch Cyanotypien von Hütten und Dryaden (Baumgeister der griechischen Mythologie) sowie Malereien des Künstlerpaars.
Nach der Einführung hatten die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, bei einem Glas Sekt die Ausstellung anzusehen und mit Indra Schelble und Olaf Quantius ins Gespräch zu kommen. Das Lesen der Erinnerungen und das Betrachten der Abbildungen führte auch unter den Gästen sogleich zu einem lebhaften Austausch eigener Erinnerungen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Oktober 2025 zu sehen. Das Museum ist jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Im Museum liegen ein erläuternder Begleittext und Informationsmaterial zu der Künstlerin und dem Künstler sowie zu dem Verein poetic food forest e.V. aus.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, Workshops zu Cyanotypien beim poetic food forest e.V. (Anmeldung über E-Mail) zu buchen: ab fünf bis maximal zwölf Personen, 90 Minuten, 16 Euro pro Person, an einem der Öffnungs-Sonntage nach Vereinbarung.