Grundsteinlegungsurkunde des Schulzentrums gefunden

| Schulentwicklung


geöffnete Metallkapsel mit deren Inhalt

Die Bauverwaltung hat die verlötete Metallkapsel, deren Inhalt gut verschlossen 44 Jahre in den Mauern geruht hatte, öffnen lassen. Hervor kamen die Grundsteinlegungsurkunde, die BNN-Ausgabe vom 18. März 1972, vier Gemeindeverkündungsblätter der Gemeinde Mörsch und ein Satz leicht korrodierter DM-Münzen.

Die „Urkunde zum Tag der Grundsteinlegung des Bildungszentrums mit Gymnasium, Realschule, Sonderschule und Großsporthalle der Gemeinde Mörsch, am 18. März 1972“ enthält zunächst einen kurzen Abriss über die Geschichte des Ortes. Dann folgt eine knappe Beschreibung der Gemeinde am Tag der Grundsteinlegung, darunter die Namen der amtierenden Gemeinderäte sowie eine Auflistung der Infrastruktureinrichtungen der Gemeinde. Ebenso werden die Daten für das Bildungszentrum Mörsch und den ersten Bauabschnitt Gymnasium genannt, insbesondere die Daten der wichtigsten Entscheidungsschritte sowie die Angaben zur Finanzierung der Baumaßnahme. Unterschrieben wurde die Urkunde von Bürgermeister Josef Winter sowie von Ratsschreiber Klaus Krumrey und Rechnungsamtsleiter Otto Sies.

Die Auswahl der vier beigelegten Gemeinde-Verkündungsblätter erfolgte nach den darin veröffentlichten Berichten. Die Ausgabe vom 29. Mai 1970 enthält den Bericht über den Abschluss des Architektenwettbewerbs für das Bildungszentrum. Auf der Titelseite des Blattes vom 10. Dezember 1971 wird über die Entscheidung zur Namensgebung des Gymnasiums berichtet. Der Beitrag in der Ausgabe vom 7. Januar 1972 befasst sich mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten und im Gemeinde-Verkündungsblatt vom 17. März 1972 wird über die Grundsteinlegung verbunden mit dem Richtfest berichtet. Der gleiche Artikel über die Feierlichkeit erschien groß in der BNN-Ausgabe vom 18. März 1972, die auch der Kapsel beilag. Der politische Leitartikel der BNN befasste sich an diesem Tag mit der Einfügung einer Präambel in den durch die Bundesregierung unter Bundeskanzler Willi Brandt mit der Regierung im Kreml ausgehandelten Moskau-Vertrag.

Der Inhalt der Zeitkapsel wird nun mit der aktuellen Ausgabe von „Rheinstetten aktuell“ sowie einem von Oberbürgermeister Sebastian Schrempp und Bürgermeister Michael Heuser unterzeichnetem Dokument ergänzt, erneut verschlossen und im Schulzentrum wieder eingebaut, da das Gebäude weiterhin bestehen bleibt.


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