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Großes Interesse am „Tag der Archive“ im Stadtarchiv

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Bei herrlichem Sonnenschein nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, das Stadtarchiv zu besuchen. Im Rahmen des diesjährigen bundesweiten „Tag der Archive“ öffnete das Stadtarchiv für alle Interessierten seine Türen. Angelehnt an das Motto des Aktionstages „Alte Heimat – neue Heimat“ zeigte das Stadtarchiv zwei Ausstellungen in seinen Räumen. Zum einen konnte die Ausstellung „50 Jahre Rheinstetten – Wie sich unsere Stadt in 50 Jahren veränderte“ des Museums von 2024 nochmals betrachtet werden, zum anderen hatte Stadtarchivarin Annelie Lauber eine kleine Präsentation zu Ankunft und Aufnahme der Vertriebenen ab Ende 1945 hier in Rheinstetten zusammengestellt. Texte, ergänzt mit zahlreichen originalen Dokumenten, gaben einen Einblick in die großen Herausforderungen, vor die die Aufnahme Hunderter Vertriebener aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten bzw. Ost- und Südost-Europa die Verwaltungen und die Einwohner von Forchheim, Mörsch und Neuburgweier stellte. Neben den großen Schwierigkeiten, ausreichend geeigneten Wohnraum zu finden, mussten die Vertriebenen auch mit dem Nötigsten zum Leben versorgt werden. Von den Erhebungsbögen zur Berechnung der Zuweisungszahlen über Berichte von Spenden, die Aufstellung der Wohnungsmissstände bis hin zu Plänen zur Erstellung von Kleinsiedlungen geben die Akten der damaligen Zeit eindrucksvolle Einblicke in die örtliche Situation von 80 Jahren.

Auch in der neuen Publikation zur Stadtgeschichte „Rheinstetten – Forchheim, Mörsch und Neuburgweier von den Anfängen bis zur Gegenwart“ wird das Thema behandelt. Die Autorin des Buches, Dr. Katja Förster, war auch anwesend und stand an dem Nachmittag für Gespräche und Fragen zu der Publikation zur Verfügung.

Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und viele Besucherinnen und Besucher nutzten bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit zu einem Austausch persönlicher Erinnerungen.

 


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