Gehölzarbeiten an den Ortsrändern


Im August über den Fuß- und Radweg am Schlutensee gestürzte Bäume
Im August über den Fuß- und Radweg am Schlutensee gestürzte Bäume

Im Dezember wurden am Nordende der Kopernikusstraße Mörsch rund um den „Schlutensee“ sowie hinter der Bebauung der südlichen Hertzstraße umfangreiche Gehölzarbeiten durchgeführt. Dies soll die Sicherheit auf angrenzenden Wegen und Wohnbaugrundstücken - gerade auch im Hinblick auf künftige Sturmschadensereignisse - gewährleisten.

Rund um den vor Jahrzehnten künstlich angelegten Schlutensee hat sich über die Jahre ein Gehölzbestand mit einem hohen Anteil an Weichgehölzen wie Weiden, Pappeln und Schwarzerlen entwickelt. Auf der Westseite des Sees grenzt unmittelbar das Areal des Kleintierzuchtvereins Mörsch an, auf der Ostseite verläuft als Verbindung zwischen Kopernikusstraße und Unterer Legel ein stark frequentierter Rad- und Fußweg. Dieser wird von erholungsuchenden Spaziergängern genutzt. Auch zahlreiche Schüler fahren hier aus Richtung Forchheim zum Schulzentrum. Die Verkehrssicherheitssituation ist dort seit Jahren immer wieder kritisch, da die rasch emporwachsenden Weichholzbaumarten viel Tot- und Bruchholz bilden. Dieses muss regelmäßig mit hohem Aufwand aus den Kronen entfernt werden, um Gefährdungen bei der Wegenutzung zu vermeiden. Umfangreiche Schäden sind bei dem Sturmereignis Anfang August entstanden, einige große Bäume sind dabei sogar über den Rad- und Fußweg gestürzt. Zum Glück gab es keine Personenschäden. Nach diesem Sturmereignis wurden nur die dringendsten Sicherungsarbeiten durchgeführt, nicht zuletzt auch wegen der gesetzlichen Schutzbestimmungen für Gehölzbestände im Sommerhalbjahr.

Um langfristig einen sicheren und auch ökologisch hochwertigen Gehölzbestand zu erreichen, wurde nun eine umfangreiche Grundpflege vorgenommen und die abgestorbenen bzw. nicht verkehrssicheren Bäume entfernt. Zum Teil wurden kritische Weiden aber auch auf 2 - 3 m heruntergesägt, um die Entwicklung von Kopfweiden zu ermöglichen. Diese können ökologisch eine hohe Wertigkeit entwickeln, sind in der Pflege aber deutlich einfacher als hohe Baumweiden. Erhaltenswerte Bäume wurden selbstverständlich stehen gelassen und durch die Freistellung von Konkurrenzbäumen in ihrer künftigen Entwicklung gefördert.

Im Frühjahr finden Neupflanzungen standortgerechter, langlebigerer und stabilerer Baumarten wie Trauben- bzw. Stieleiche, Hainbuche, Vogelkirsche oder Feldahorn statt. Insgesamt wird damit das Areal um den Schlutensee sowohl aufgewertet als auch in den erforderlichen verkehrssicheren Zustand versetzt.

Hinter der südlichen Hertzstraße ist der Gehölzbestand aus Weiden und Pappeln über die Jahre immer weiter an den Ortsrandweg und die Bebauung vorgerückt. Auch hier war regelmäßig Sturmbruch zu verzeichnen, etliche Bäume zeigten sich in sehr schlechtem Zustand. Der Gehölzbestand wurde nun flächig um einige Meter zurückgenommen und damit auch hier die Sicherheit für Spaziergänger und die Hausgrundstücke im erforderlichen Maß wiederhergestellt.

Der bei solchen Arbeiten heute übliche Einsatz schwerer Maschinen führt bei manchen Betrachtern zu Irritationen. Hier ist zu bedenken, dass diese Arbeiten bei rein manueller Ausführung nicht nur sehr zeitaufwändig, sondern für die Arbeiter auch hochgradig gefährlich sind. Durch den Einsatz moderner Großgeräte kann schnell und effektiv und vor allem sehr sicher gearbeitet werden.

Optimal wäre es, wenn gerade auf den nassen Böden im Tiefgestade bei Dauerfrost gearbeitet werden könnte. Solche Frostphasen gibt es seit Jahren aber kaum noch. Es ist deshalb leider unvermeidlich, dass bei den Arbeiten zum Teil massive Fahrspuren entstehen. Diese werden egalisiert, sobald die Bodenverhältnisse dies gut zulassen.


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