Ganztagsschule einstimmig auf den Weg gebracht

| Schulentwicklung


Auf die Bedenken der anwesenden fünf Elternteile, sie würden u.a. bezüglich der momentan bestehenden Betreuungszeiten von 7 – 17 Uhr oder in den Ferien schlechter gestellt, wurde eingegangen. „Der Gemeinderat hat von Beginn an kommuniziert, dass mit Einführung einer Ganztagsschule das Betreuungsangebot nicht gekürzt wird und alle bereits eingeschulten Schüler ihre bisherige Betreuung bis zum Ende der Grundschulzeit besuchen können. Das gilt auch für die Betreuung in den Ferien“, erklärte Oberbürgermeister Sebastian Schrempp einer besorgten Mutter. „Wir müssen zu unserem Wort stehen und den Eltern Verlässlichkeit bieten.“, betonte in diesem Zusammenhang auch Babette Schulz (Grüne). Auch den Bedenken, die Schülerinnen und Schüler seien zeitweise nicht von Fachpersonal betreut, begegnete Schrempp: „Bei den Schulklassen ist von morgens bis abends ein Pädagoge dabei. In den Randzeiten greift die Kernzeitbetreuung.“

Einigkeit bestand im Gremium darüber, dass durch die Rhythmisierung des Unterrichts und die längere Bildungszeit ein Mehrwert für die Kinder entstehe. Das vorgelegte Pädagogische Konzept geht weg vom „Frontalunterricht“ und hin zu: „Lernen, Erfahren, Bewegen, Engagieren, Nur gemeinsam sind wir stark – LEBEN“.

Gemeinsam mit Schulen, Eltern, Politik und Verwaltung wurde im April 2013 ein Beteiligungsprozess zur Entwicklung der Grundschullandschaft angestoßen mit dem Ziel, unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zukunftsfähige Lösungen für die fünf Grundschulen zu finden. Im Rahmen des Prozesses erarbeiteten die beteiligten Akteure eine Qualitätsmatrix, die als Maßstab für die neue Lernkultur dienen soll (wir berichteten).

Die Ganztagsschule soll mit dem Schuljahr 17/18 mit der Jahrgangsstufe 1 zunächst an vier Tagen pro Woche von Montag bis Donnerstag mit sieben Zeitstunden starten. Im Januar 2017 ist ein Informationsabend für die Eltern geplant, die ihr Kind zum kommenden Schuljahr einschulen möchten.


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