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Ganztagesgrundschule Mörsch wird am Standort Pestalozzischule umgesetzt

| Aus dem Gemeinderat


Skizze der Pestalozzischule und Anbauten
Rechts im Bild das Bestandsgebäude Pestalozzischule, mittig der Anbau, links die neue Sporthalle, die durch einen überdachten Gang im Außenbereich mit dem Schulgebäude verbunden ist.

In seiner Sitzung am 15.10.2024 hat der Gemeinderat nach vorheriger Beratung im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) die Umsetzung der Ganztagesgrundschule Mörsch am Standort der Pestalozzischule mit Abbruch des Gebäudes der ehemaligen Hebelschule bestätigt. Dies entspricht auch dem Ergebnis des Wettbewerbs, den das Architekturbüro harter+kanzler & partner aus Freiburg im März 2023 gewinnen konnte.

Der Wunsch, den Siegerentwurf als zusätzliche Variante so zu überarbeiten, dass die ehemalige Hebelschule nicht abgerissen wird, wurde schon direkt nach dem Wettbewerb im Gemeinderat diskutiert. Die Verwaltung wurde beauftragt, diese Alternative als Variante 2 zu prüfen.

Die Grundsatzentscheidung zum Bau der Ganztagesgrundschule am Standort der Pestalozzischule stammt aus dem Jahr 2014, als dieser sich gegen das Areal der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule durchgesetzt hatte. Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen bei der Kinderbetreuung (zusätzlicher Bedarf an Kindergartenplätzen) und bei der Schulentwicklung (Wiedereinführung des G9 am Gymnasium, Zusammenführung Primar- und Sekundarbereich des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums SBBZ) wurde als alternativer Standort der Ganztagesgrundschule zusätzlich das Areal der Albert-Schweitzer-Schule als Variante 3 sowohl technisch als auch wirtschaftlich geprüft, um Synergien bei der Flächennutzung zu analysieren.

Modell Ganztagsschule Mörsch
Das Siegermodell aus dem Wettbewerb entspricht Variante 1. Links im Bild die Zweifeldsporthalle, erreichbar über die Rastatter Straße, rechts die Pestalozzischule mit Anbauten für alle erforderlichen Räumlichkeiten incl. Grundschulförderklasse, Mensa und erweiterter Aula.

Das Ergebnis dieser Untersuchung stellte das Architekturbüro harter+kanzler dem AUT am 08.10.2024 vor. Die Varianten wurden unter anderem nach den Kriterien Bau- und Folgekosten, verfügbarer Fläche, Nachhaltigkeit, Funktionalität, Flächenverbrauch sowie gestalterischen und räumlichen Qualitäten untersucht. Insbesondere die Statik sowie der Brand- und Schallschutz machen beim Gebäude der Albert-Schweitzer-Schule große Ertüchtigungen notwendig. Und so kristallisierte sich am Ende klar heraus, dass der ursprüngliche Wettbewerbsentwurf bei nahezu allen Punkten die beste Lösung ist - mit dem einzigen Wermutstropfen, dass die Hebelschule dafür fallen muss.

"Wenn wir die Hebelschule stehen lassen wollen, dann hätten wir uns im Wettbewerb auch für einen anderen Beitrag entscheiden müssen", so Oberbürgermeister Sebastian Schrempp in der AUT-Sitzung.

Die Wettbewerbsjury war sich seinerzeit jedoch einig, dass gerade dieser Siegerentwurf die beste Antwort auf eine moderne und zukunftssichere Ganztagesgrundschule sei: Ein kompaktes Schulgebäude mit dem denkmalgeschützten Bestandsgebäude der Pestalozzischule und einem Anbau aus Holz, mit kurzen internen Wegen und niedrigem Energieverbrauch, wird das Herz des neuen Schulareals sein.

Angegliedert an den weitläufigen, aber trotzdem übersichtlichen Schulhof bettet sich die Zweifeldsporthalle ein, die um ein Geschoss im Erdboden versenkt ist. Somit ordnet sich die Sporthalle deutlich dem ehrwürdigen Gebäude der Pestalozzischule unter.

Das Hebelschulgebäude wird allerdings nicht gänzlich vom Areal verschwinden. Für die Begrenzung des neuen Schulhofs zur Rastatter Straße und zur Viktoriastraße sollen die Sandsteine der Fassade weiterverwendet werden und somit in neuer Form auf dem Schulareal weiterleben.

Die genauen Daten und Fakten zum Variantenvergleich sind dem TOP 7 der Sitzung des Gemeinderates vom 15.10.2024 und den ausführlichen Anlagen im Ratsinformationssystem der Stadt Rheinstetten zu entnehmen.

Im nächsten Schritt werden die weiteren Fachplaner und die Projektsteuerung beauftragt, die schon durch ein Vergabeverfahren ausgewählt wurden. Ob die Sporthalle wie geplant als Zweifeldhalle errichtet wird und was aus dem Albert-Schweitzer-Areal wird, entscheidet sich allerdings erst in den nächsten Monaten.

Die Verwaltung geht auf Grundlage des aktuellen Zeitplans von einem Baubeginn im Jahr 2027 aus.


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