31 Jahre politisches Engagement im Ortschaftsrat, darunter fünf Jahre Gemeinderatstätigkeit, ehrenamtliche Tätigkeit im Palcakreis, im Arbeitskreis Hochwasserschutz, Hausaufgabenbetreuung, Ansprechpartnerin, Ideengeberin, Vermittlerin, stille Unterstützerin, eine starke Frau; das alles und noch viel mehr ist Elisabeth Ganßmann, die mit Reden und Dankesworten von Oberbürgermeister Sebastian Schrempp, Ortsvorsteher Gerhard Bauer und Mitstreitern in der vergangenen Woche aus dem Ortschaftsrat verabschiedet wurde. Dass sie hier immer gern gesehene Diskussionspartnerin war, zeigten nicht nur die wertschätzenden Worte, sondern auch die große Anzahl an Besucherinnen und Besuchern, die die Sitzung verfolgten.
OV Gerhard Bauer umriss in seiner Rede Projekte, die Ganßmann in all den Jahren mit begleitet hat. So habe sie sich für die öffentlichen Parkplätze in der Auer Straße, für die Grundsanierung der Federbachstraße und -brücke eingesetzt, habe sich mit viel Engagement für den Polderraum und die Städtepartnerschaft mit Palca eingebracht, für die Einführung von Tempo 30 und das Durchfahrtsverbot für LKW mitgekämpft. Auch die Buslinie 106, Nahversorgung, öffentliche E-Ladestationen, SKB, Postagentur, Car-Sharing, Bürgertreff, Nikolausmarkt, 800 Jahre Neuburgweier und 300 Jahre Baden standen auf ihrer Agenda. Als eines ihrer ältesten Projekte nannte Bauer den Polder, mit dem sich der Ortschaftsrat seit 1989 beschäftigte. Der Ortsvorsteher blickte zurück auf die konstruktive Arbeit und das „sehr gute Verhältnis“ und stimme dem Ausscheiden aus dem Ortschaftsrat „schweren Herzens zu“.
„Wer weiß denn noch“, so der ehemalige Ortschaftsrat Gerd Waidner, „dass sie sich vehement für den Erhalt des Nussbaums auf dem Rathausplatz eingesetzt hat? Dass sie Christbäume geschont hat und durch ihren Vorschlag normale Bäume weihnachtlich illuminiert wurden? Dass sie die Arbeit der KABS für Neuburgweier stark gefördert und den Kontakt aktiv gepflegt hat? In seiner Rede wie auch in den Dankesworten von OR Jürgen Burkart wurde klar, Elisabeth Ganßmann hat sich um Neuburgweier verdient gemacht. Burkart verglich sie mit einer Flasche gutem Wein, der mit den Jahren an Tiefe, Charakter und Eleganz gewinne: „Du bist ein herausragender Jahrgang. 100 Prozent Bio – authentisch, ehrlich und unverfälscht.“
OB Schrempp, der Elisabeth Ganßmann schon über 35 Jahre kenne, verabschiedete „heute eine Frau, die über drei Jahrzehnte lang das Gesicht und das Herz unseres Ortsteils mitgeprägt hat“. Im Namen der Stadt, des Ortschafts- und Gemeinderates sowie der Bürgerinnen und Bürger dankte er ihr für 31 Jahre voller Einsatz, Herzblut und Heimatverbundenheit. „Ihr Einsatz galt nie der Bühne, sondern stets dem Wohl der Menschen – mit klarem Blick, warmem Herzen und einem offenen Ohr“, so Schrempp. „Wir wünschen für die kommende Zeit Gesundheit, Freude und die Gewissheit, dass Ihr Wirken Spuren hinterlässt – sichtbare und spürbare.“
Im Anschluss daran wurde Jutta Weisenburger als Nachrückerin in das Gremium berufen, nachdem formal festgestellt wurde, dass keine Hinderungsgründe bestehen. OV Bauer hob nach Verlesung des Amtseides hervor, dass es heutzutage nicht mehr selbstverständlich sei, dass man sich ehrenamtlich einbringe und sprach Weisenburger dafür „ganz viel Anerkennung“ aus. „Wir haben hier ein gutes Klima und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.“