Einblick ins Archiv - gute Resonanz in Rheinstetten

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Personen stehen im Archiv beim Tag der Archive

Angelehnt an das bundesweite Motto „Demokratie und Bürgerrechte“ legte das Archiv hierbei seinen Themenschwerpunkt auf die Zerstörung der Demokratie und Missachtung der Bürgerrechte im Nationalsozialismus (wir berichteten). Die Auswirkungen des Nationalsozialismus auf kommunaler Ebene waren für das Archiv von besonderer Bedeutung. Die Ausstellung umfasste daher Dokumente aus Forchheim, Mörsch und Neuburgweier, die von den konkreten Geschehnissen in Rheinstetten zeugten. Der kommunale Bezug war es auch, der Andrea Dresner, eine der ersten Besucherinnen an dem Tag, besonders interessierte. „Über die Auswirkungen des Nationalsozialismus in Deutschland ist viel bekannt“, über die Ereignisse in den Kommunen wisse man wenig. Oft seien die Älteren auch „nicht besonders gesprächig“, wenn man sie auf den Nationalsozialismus anspreche. Der „Tag der Archive“ sei daher für sie eine gute Gelegenheit, sich zu informieren. Informationen bot das Stadtarchiv an diesem Sonntag reichlich.

Besonderes Aufsehen erregte ein Bericht über die Zwangssterilisation von rund 80 Menschen aus Rheinstetten im Zuge des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“. Darüber hinaus zeigte das Archiv eine Ausstellung der Biografien von Rheinstettener Opfern der „Euthanasie“-Verbrechen.

Der Verband deutscher Archivare und Archivarinnen hatte das Motto „Demokratie und Bürgerrechte“ gewählt. Gerade mit Blick auf diese Überlegungen war es besonders erfreulich zu sehen, dass unter den Besuchern auch einige Kinder und Jugendliche waren, die den „Tag der Archive“ in Rheinstetten nutzten, um sich zu informieren. (m.f.G.d.BNN)


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