Bußgeldstatistik 2018 der Stadt Rheinstetten

| Aus dem Gemeinderat


Wieder angestiegen im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Ordnungswidrigkeiten im beweglichen und ruhenden Verkehr der Stadt Rheinstetten ausweislich der Statistik des Sozial- und Ordnungsamts. 2018 wurden allein von den zuständigen Behörden insgesamt 11 270 Verkehrs-Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. 2017 waren es 10 592 gewesen, das Jahr davor lag die Zahl bei 11 534. Die Bußgeldstatistik der Stadt Rheinstetten stellte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik Sozial- und Ordnungsamtsleiter Ronald Daum vor. 240 000 Euro an Bußgeldern mussten in Rheinstetten die Verkehrsteilnehmer zahlen.
Durch den Gemeindevollzugsdienst wurden dabei im Jahre 2018 6 006 Bußgeldbescheide verschickt. Die restlichen Fälle gehen mit 531 auf den Polizeivollzugsdienst (inklusive Unfallaufnahme), auf stationäre Geschwindigkeitsmessungen an der B36 (4 262 Fälle) und auf Aktivitäten der Citystreife (Bußgeld für unerlaubtes nächtliches Parken mit 321 Fällen) zurück.

Die fünf häufigsten Übertretungstatbestände im Verkehrsbereich (ohne Geschwindigkeit) waren das Befahren gesperrter Wege (498 Fälle/Vorjahr: 271), Parken im Halteverbot (475/367), der Verstoß gegen Parkscheibenregelung (446/215), das Gehwegparken (368/530) sowie Parken und andere Verstöße im verkehrsberuhigten Bereich (183/139). Verstärkt gemessen wurde die Einhaltung der Geschwindigkeit in Tempo-30-Zonen: Von 12 355 gemessenen Fahrzeugen überschritten 10,7 Prozent die zulässige Geschwindigkeit. „Jedes zehnte Fahrzeug ist zu schnell“, betonte Ronald Daum.

Insgesamt wurden in Rheinstetten, einschließlich der Messungen auch an der B36, 50 699 Fahrzeuge gemessen. Hier lag die Überschreitungsquote bei 3 812 Fahrzeugen, was 7,5 Prozent entspricht. Der mit Abstand größte Teil der Geschwindigkeitsüberschreitungen, rund 2 800 Fahrzeuge, lag unter mehr als zehn Stundenkilometern. Wirkliche Ausreißer nach oben hielten sich in Grenzen. Die Entwicklung der Fallzahlen bei der stationären Messanlage an der B36/Leichtsandstraße ist bei den Geschwindigkeitsverstößen rückläufig. Von 5 723 Fällen im Jahr 2016 sank sie 2017 auf 4 323 und im vergangenen Jahr auf 4 262 Fälle.

Eine positive Wirkung auf das Tempoverhalten der Verkehrsteilnehmer hatte die Einrichtung der Anzeigentafeln am Ortseingang in Neuburgweier in Rheinstraße und Auerstraße. So lag die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Fahrzeuge an der Messstelle in der Rheinstraße bei 37,1 Kilometer. Ortsvorsteher Gerhard Bauer (SPD) bestätigte, dass die Anzeigentafeln eine bremsende Wirkung hätten. Kräftig zugenommen haben die Abschleppmaßnahmen gegen verkehrswidrig rund um den Epplesee parkende Fahrzeuge. Wurden 2016 insgesamt zehn wild parkende Autos abgeschleppt, stieg die Zahl 2017 auf 20 Fahrzeuge und im Rekordsommer 2018 auf 35. Zu Beginn des vergangenen Sommers hatte die Stadtverwaltung Rheinstetten auch angekündigt, rigoroser gegen Falschparker vorzugehen.(m.f.G.d.BNN)


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