Archivierung digitaler Daten beim Stadtarchiv Rheinstetten

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Modernes Archivgut in Archivboxen verpackt
Noch überwiegt im Archiv das Papier, aber das Zeitalter der digitalen Archivierung hat begonnen.

Neben den bisherigen analogen Unterlagen aus Papier entstehen in allen Lebensbereichen immer häufiger Unterlagen, die nur noch in elektronischer Form vorhanden sind. Eindrucksvoll zeigt das das Beispiel der Entwicklung von der analogen Fotografie zur Digitalfotografie. Kaum einer nutzt noch herkömmliche Kameras, heute werden die Bilder mit der Digitalkamera oder dem Smartphone aufgenommen. Doch wie können diese Unterlagen dauerhaft aufbewahrt und gesichert werden?


Mit dieser wichtigen Frage beschäftigen sich auch bereits seit mehreren Jahren die Archive. In immer größerem Maße entstehen in den Verwaltungen elektronische Unterlagen. Auch diese können archivwürdig sein und müssen somit durch die Archive dauerhaft gesichert und für eine zukünftige Nutzung bereitgestellt werden können. Diese Problematik stellt die Archive vor ganz neue Herausforderungen.


Für die Kommunalarchive in Baden-Württemberg besteht die Möglichkeit, sich zu diesem Zweck dem Kommunalen DIMAG anzuschließen. Die Software DIMAG „Digitales Magazin“ wurde vom Landesarchiv Baden-Württemberg in Kooperation mit Landesarchiven weiterer Bundesländer entwickelt und eingesetzt. Seit Kurzem steht diese Software nun mit technischer Unterstützung von ITEOS, dem Nachfolger des dvv-Verbund und der Kommunalen Rechenzentren, allen Kommunen in Baden-Württemberg zur Verfügung, die sich daran beteiligen möchten. Dieses digitale Langzeitarchiv ermöglicht es den Kommunen, ihre archivwürdigen elektronischen Unterlagen entsprechend internationaler Standards zukunftssicher zu speichern und wieder abzurufen.


Im vergangenen Jahr hat sich auch das Stadtarchiv Rheinstetten dem Kommunalen DIMAG angeschlossen. Als erste Daten konnten nun die Informationen aus den elektronischen Gewerberegistern, die im entsprechenden Fachverfahren nach den gesetzlichen Vorgaben zur Löschung anstanden, in das Stadtarchiv übernommen werden. Weitere elektronische Unterlagen werden folgen und somit hoffentlich auch den zukünftigen Generationen zur Nutzung zur Verfügung stehen.

 


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