3. Regionalkonferenz Mobilitätswende: "Auf der Überholspur in die Verkehrswende"

| TRK


Neue Mobilitätsformen regionenübergreifend gestalten

Das Auto ist in Deutschland nach wie vor das dominante Verkehrsmittel der Alltagsmobilität. 57 Prozent aller Wege und 75 Prozent aller Passagierkilometer werden mit dem PKW zurückgelegt. Dies geht aus einer Studie des Bundesverkehrsministeriums hervor. In den deutschen Ballungsräumen wie der Metropolregion Rhein-Neckar legen die Menschen demnach trotz kurzer Tagesstrecken (durchschnittlich 37 Kilometer pro Person) 22 Kilometer pro Tag mit dem Auto zurück. In der Region sind das weiterhin zum größten Teil Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. "Wir benötigen völliges Umdenken und einen grundlegenden Bewusstseinswandel in der Mobilität - es gibt keine Energiewende ohne Mobilitätswende. Lebenswerte Städte entstehen dann, wenn bei der Verteilung von Nutzungsansprüchen nicht mehr die Interessen der Autofahrer einseitig im Vordergrund stehen", sagte Bernd Kappenstein, Leiter des Fachbereichs "Energie und Mobilität" der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH zum Auftakt der dritten "Regionalkonferenz Mobilitätswende" in Ludwigshafen.

Rund 500 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik waren der gemeinsamen Einladung von Metropolregion Rhein-Neckar und TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) gefolgt, um innovative Mobilitäts-Projekte kennenzulernen und Lösungen für die Zukunft der Mobilität zu diskutieren. Auf dem Vorplatz des Pfalzbaus konnten sich Teilnehmer und Bürger zudem über den aktuellen Stand der Technik bei alternativen Antriebstechniken informieren, zum Beispiel an den Info-Ständen der Verkehrsverbünde Karlsruhe (KVV) und Rhein-Neckar (VRN) oder bei einer Probefahrt mit einem Brennstoffzellen-PKW des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, Andy Becht, unterstrich in seinem Grußwort die Relevanz des Themas: "Mit der Mobilität ist es wie in der Gesellschaft: Die Vielfalt macht's! Nicht jeder hat die gleichen Bedürfnisse oder Anforderungen an Mobilität. Das übergeordnete Ziel ist klar: niedrigere CO2-Werte. Dieses Ziel muss auf vielfältigem Weg mit jeder Antriebstechnologie erzielt werden können. Daran sollten wir arbeiten und die Entwicklung technologieoffen vorantreiben."

Der Aufsichtsratsvorsitzende der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, unterstrich: "Die 3. Regionalkonferenz zur Mobilitätswende in Ludwigshafen zeigt, wie eng TechnologieRegion Karlsruhe und Metropolregion Rhein-Neckar an Lösungen für eine der zentralen Herausforderungen der Gegenwart zusammenarbeiten. Zukunftsfähige Mobilität, die den Anforderungen der Menschen gerecht wird und zugleich zum Klimaschutz beiträgt, ist nur über Regionen hinweg machbar."

Teilnehmer der Regionalkonferenz konnten sich in vier Fachforen mit insgesamt 20 Vorträgen umfassend über Lösungen aus der Region im ÖPNV (z.B. "On Demand-Verkehr"), Antriebstechnologien (z.B. Wasserstoff), Logistik und Güterverkehr (z.B. "Geräuscharme Nachtlogistik") sowie Mobilitätskonzepte aus stadtplanerischer Sicht (z.B. "Klimafreundliche Mitarbeitermobilität") informieren.


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