Objekt des Monats

Das Museum wählt jeden Monat ein Objekt aus seiner Sammlung aus und präsentiert es im Eingangsbereich des Museums.

Dezember 2021

Papierkrippe

Papierkrippe

- 20. Jahrhundert

Die Papierkrippe wurde zur Weihnachtszeit aufgestellt und mit einer Kerze hinterleuchtet. Auf der Vorderseite ist die Krippenszene mit Maria und Josef und den Hirten im Stall abgebildet, auf der linken Seite die Verkündigung der Hirten auf dem Feld durch die Engel und auf der rechten Seite findet sich die Darstellung der Hl. Drei Könige.

Aus dem Spätmittelalter sind die ersten figürlichen Krippendarstellungen bekannt. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts verbreitete sich sowohl in evangelischen als auch katholischen Familien der Brauch, in der Weihnachtszeit Hauskrippen aufzustellen.

 

November 2021

Perlkranz

Perlkranz

- vermutlich 1. Hälfte 20. Jahrhundert

Perlkränze wurden zwischen den 1870er- und 1950er-Jahren vor allem in Süddeutschland als Grabschmuck verwendet. Üblicherweise wurden sie an Allerheiligen auf die Gräber gestellt.

Ausgehend von französischen Vorbildern wurden Kränze aus Draht und Glaskügelchen gefertigt.

Die Perlen wurden in Handarbeit auf Drähte gespießt und diese zu kunstvollen Formen gebogen. Häufig wurden Blumenmotive verwendet. In der Mitte der Kränze wurden vielfach ovale Mittelstücke mit Heiligenbildern oder Sinnsprüchen eingearbeitet.

Oktober 2021

Rübenhobel

Rübenhobel

- vermutlich 1. Hälfte 20. Jahrhundert

Der Hobel diente zum Zerkleinern der Futterrüben, auch Dickrüben genannt. Dazu wurde er in eine Wanne gestellt und die Rüben wurden von Hand darauf gerieben. Die geschnittenen Rüben wurden als Viehfutter verwendet, insbesondere für die Rinder. Die Unterscheidung in Nahrungs- und Futterrübe entwickelte sich erst Mitte des 18. Jahrhunderts. Die durch Selektion entstandenen Futterrüben zeichneten sich unter anderem durch eine besonders gute Lagerfähigkeit aus.