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Lebenslage

3. Luftreinhaltung

Intensive Landwirtschaft, Heizungsanlagen sowie Schadstoffemissionen durch Verkehr und Industrieanlagen gehören zu den Hauptverursachern von Luftverschmutzung.

Auswirkungen der Luftverschmutzung waren in der Vergangenheit etwa das Waldsterben durch sauren Regen oder die Entwicklung von Smog, besonders über Großstädten. Zwar konnte die Belastung durch Schadstoffe in der Luft in den letzten Jahren reduziert werden, dennoch sind weitere Maßnahmen zur Senkung der Ozonwerte und der Belastung durch Feinstaub und Stickoxide nötig.

Die Europäische Kommission hat eine Strategie zur Luftreinhaltung verabschiedet: Clean Air for Europe (CAFE) heißt das Programm, dessen Ziel es ist, eine Luftqualität zu erreichen, die für die Gesundheit der Menschen unproblematisch ist.

Luftschadstoffe

Substanzen, die die Atemluft belasten, sind zum Beispiel Stickstoffoxide (NOx), Schwefeldioxid (SO2), Kohlenmonoxid (CO), Ozon (O3) und Feinstaub (PM10 beziehungsweise PM2,5). In den folgenden Abschnitten erfahren Sie Näheres zu diesen Schadstoffen und wie Sie selbst zur Verbesserung der Luftqualität beitragen können:

Stickstoffoxide - NOx

Stickstoffoxide, vor allem Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2), werden zum größten Teil durch den Straßenverkehr verursacht, entstehen aber auch als Abgase von Industrieanlagen oder von Kraft- und Fernheizwerken. Stickstoffoxide schädigen die Atemwege. Sie sind an der Bildung von Feinstaub und bodennahem Ozon beteiligt.

Seit 1. Januar 2010 gelten europaweit Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2). Der zulässige Jahresmittelwert beträgt 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der zugelassene Stundenmittelwert beträgt 200 Mikrogramm pro Kubikmeter. Dieser darf höchstens 18 mal im Jahr überschritten werden.

Ammoniak

Ammoniak (NH3) entsteht durch den mikrobiellen Abbau von abgestorbenen Pflanzen, tierischen Exkrementen sowie anderen stickstoffhaltigen organischen Materialien. Den größten Anteil der Ammoniakfreisetzung verursachen mit rund 90 Prozent die Intensivtierhaltungen (insbesondere die Rinderhaltung) durch die direkten Emissionen der Tierställe, aber auch durch Lagerung und Ausbringung von Gülle oder Festmist. Als nicht landwirtschaftliche Quelle ist der Verkehr zu nennen.

Das freigesetzte Ammoniak reagiert mit den in der Atmosphäre vorhandenen Säuren wie Schwefel- oder Salpetersäure. Dabei entstehen Ammonium und seine Salze, die zur Bildung von sekundären anorganischen Aerosolen als Bestandteil des Feinstaubs beitragen. Diese Ammoniumsalze werden über weite Strecken transportiert und gelangen in so in weit entfernte Regionen.

Schwefeldioxid - SO2

Schwefeldioxid entsteht bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie zum Beispiel Kohle und Erdöl. Die SO2-Emissionen konnten in den letzten 20 Jahren um knapp 90 Prozent reduziert werden. Dies ist vor allem durch die Einführung schwefelarmer Brenn- und Treibstoffe sowie durch die Ausrüstung von großen Industrieanlagen mit Abluftreinigungsanlagen gelungen.

Kohlenmonoxid - CO

Kohlenmonoxid entsteht, wenn organische Stoffe wie beispielsweise Holz, Kohle oder Öl unvollständig verbrennen. Auch Zigarettenrauch enthält Kohlenmonoxid. Durch den Einsatz von Katalysatoren konnte der Ausstoß von Kohlenmonoxid durch den Straßenverkehr stark reduziert werden.

Hinweis: In Wohnräumen besteht die Gefahr, dass durch die Heizungsanlage Kohlenmonoxid entweicht. Lassen Sie deshalb Ihre Heizungsanlage regelmäßig vom Schornsteinfeger oder einem Fachbetrieb des Heizungsgewerbes kontrollieren.

Ozon - O3

Ozon tritt vor allem in der Erdatmosphäre in einer Höhe von über 10 Kilometern auf. Die Ozonschicht schirmt die Erde vor der Ultraviolettstrahlung der Sonne ab.

In Bodennähe tritt ebenfalls Ozon auf, das aus Sauerstoff und Luftverunreinigungen, vor allem aus dem Straßenverkehr, gebildet wird. Dieser Prozess wird durch Sonnenstrahlen und warme Temperaturen begünstigt und die Ozonkonzentration in der Luft steigt an. Bei hohen Ozonwerten kann es zu Reizungen der Atemwege und zu Kopfschmerzen kommen. Vermeiden Sie es, während hoher Ozonkonzentration Sport zu treiben oder aktiv im Freien zu arbeiten.

Tipp: Aktuelle Ozonwerte für Baden-Württemberg können Sie auf den Seiten der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz abrufen. Bundesweite Ozonwerte finden Sie im Internet auf den Seiten des Umweltbundesamtes. Falls diese über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter steigen, werden die Bürger über die Medien informiert.

Ab 2010 beträgt der Zielwert für Ozon 120 Mikrogramm pro Kubikmeter, der an höchstens 25 Tagen im Jahr überschritten werden darf.

Feinstaub PM10

Feinstaubpartikel PM10 haben eine aerodynamische Form mit einem Durchmesser kleiner als 10 Mikrometer und können deshalb eingeatmet werden und die Atemwege belasten.

Seit 1. Januar 2005 gelten europaweit Grenzwerte für Feinstaub PM10. Im Jahresdurchschnitt darf ihr Anteil nicht über 40 Mikrogramm pro Kubikmeter ansteigen. Der zugelassene Tagesmittelwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Dieser darf an höchstens 35 Tagen im Jahr überschritten werden.

Zusätzlich wurde im August 2010 ein Zielwert für Feinstaub PM2,5 eingeführt. Im Jahresdurchschnitt darf der Wert für ultrafeinen Staub 25 Mikrogramm pro Kubikmeter nicht übersteigen. Ab 2015 ist diese Konzentration als Immissionsgrenzwert einzuhalten.

In vielen deutschen Städten werden die Grenzwerte allerdings häufiger überschritten. Um die Situation zu verbessern, wurden unter anderem sogenannte Umweltzonen eingerichtet. In diesen Zonen dürfen nur Fahrzeuge fahren, die über eine Feinstaubplakette verfügen.

Informationen zur Feinstaubplakette finden Sie in unseren Verfahrensbeschreibungen und zum Ausstoß von CO2 im Kapitel "Klimaschutz".

Tipp: Einen einfachen Überblick über die Belastung der Luft in Baden-Württemberg mit diesen Luftschadstoffen bietet die Seite der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz.

Emissionen einsparen

Ein großer Teil der Luftschadstoffe wird durch Industrieunternehmen, den Kfz-Verkehr und durch private Heizungen verursacht. Daher können auch Sie zu einer Verbesserung der Atemluft beitragen, beispielsweise indem Sie

  • unnötige Autofahrten vermeiden und beim Kauf eines neuen Autos auf niedrige Abgaswerte achten,
  • mehr öffentliche Verkehrsmittel benutzen,
  • Energie sparen, sei es durch Energiesparlampen, eine gute Wärmedämmung oder effiziente Elektrogeräte,
  • regionale Produkte einkaufen. Gerade Obst, Gemüse, Milch und Fleisch verursachen viele Emissionen durch lange Transportwege.

Hinweis: Wenn es in Ihrem Umfeld zu Schall- oder Geruchsemissionen durch eine Industrieanlage kommt, können Sie sich darüber beschweren. Einzelheiten dazu finden Sie in unserer Verfahrensbeschreibung.

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