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Kreisel beim Stadthaus 1 im Frühling

Alte Knacker neu entdeckt

04.12.2018

Nussknackerausstellung_150.jpgDer klassische Nussknacker trägt preußische Uniform und schaut recht streng drein. Doch es gibt auch lächelnde Exemplare und Nussknacker aus allen möglichen Berufsgruppen wie Musiker, Bergleute oder Matrosen. Sie alle haben eins gemeinsam, sie sind „Hölzerne Gesellen mit Biss“. So heißt die neue Sonderausstellung im Pamina-Museum in Neuburgweier. Zu sehen sind rund 350 Nussknacker, die alle aus einer privaten Sammlung stammen. Dieter Dörnemann trug sie über Jahre hinweg zusammen. In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein zeigt er diese außergewöhnliche Sammlung nun der Öffentlichkeit. Die Eröffnung am Freitagabend stieß auf reges Interesse.

Mit dem Sammeln begann er 2005, berichtete Dörnemann, „als ich einen Schulfreund besuchte, der eine Vitrine mit Nussknackern hatte.“ Von da an hielt er selbst vor allem auf Flohmärkten Ausschau. „Anfänglich gab es sie auf Flohmärkten noch reichlich und so kam eine stattliche Anzahl zusammen.“ Seine Kinder schenkten ihm und seiner Frau einen Urlaub im Erzgebirge, und zwar in Neuhausen bei Seiffen, seit dem 19. Jahrhundert ein Zentrum der Nussknacker-Herstellung. Als der Bergbau sich nicht mehr lohnte, suchten die Menschen dort neue Einnahmequellen. In Heimarbeit wurden die berühmten Nussknacker in Uniformen der preußischen Obrigkeit gedrechselt. Auch zu DDR-Zeiten blieb das so. Der Leiter des Nussknackermuseums Neuhausen gab Dörnemann viele Informationen und bestärkte ihn in der Sammelleidenschaft. „Es sind die gleichen Nussknacker, die ich aus meiner Kindheit kenne“, sagte Oberbürgermeister Sebastian Schrempp bei der Ausstellungseröffnung, „aber ich wusste gar nicht, wie viele Arten es gibt.“ Die Größen sind so verschieden wie die Kleidung der „Hebelmänner“. Es sind zwar wenige, aber auch Nussknackerinnen finden sich unter den Exponaten. Die ausgestellten hölzernen Gesellen kommen nicht nur aus dem Erzgebirge oder auch der Rhön, sondern zum Beispiel aus Skandinavien und aus China. Billigere Plagiate aus Fernost seien jedoch ein Grund dafür, dass viele Drechsler hierzulande inzwischen hätten aufgegeben müssen, so Dieter Dörnemann.

Richard Rastetter vom Heimatverein war auf seine Sammlung aufmerksam geworden und hatte die Idee, eine Auswahl im Pamina-Museum auszustellen. In einem Film zeigte er, wie die Sammlung sonst untergebracht ist. Im Haus der Dörnemanns in Mörsch schauen die meisten Exemplare von einem umlaufenden Regal unter der Decke herab. Er besserte viele selbst aus, etwa mit neuem Lack und neuen Barthaaren. Inzwischen allerdings habe er das Sammeln eingestellt, meinte Dörnemann, „wir haben keinen Platz mehr.“ (m.f.G.d.BNN)
 
Die Ausstellung im Pamina-Museum (Rheinstraße 16) ist an den Sonntagen 9., 16. und 23. Dezember jeweils von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

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