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Kreisel im Dezember 2016

Integration geflüchteter Menschen in Rheinstetten

11.10.2017

Grundlage: Der „Pakt für Integration“

 

Im April wurde der „Pakt für Integration“ zwischen dem Land Baden-Württemberg und den Kommunalen Landesverbänden (Gemeinde- und Städtetag) geschlossen. Ein Kernelement ist die Förderung eines Integrationsmanagements in den Kommunen. Mit 58 Millionen Euro jeweils für die Jahre 2017 und 2018 fördert das Land eine zweijährige flächendeckende soziale Beratung und Begleitung von Flüchtlingen in der Anschlussunterbringung. Dabei sollen Integrationsmanagerinnen und -manager den Geflüchteten eine direkte und einzelfallbezogene Sozialbegleitung anbieten.

 

Die konkrete Fördersumme für Rheinstetten wird daraus errechnet, wie viele Flüchtlinge, die im Zeitraum 1.1.2015 bis 29.2.2016 in Baden-Württemberg angekommen sind, zum Stichtag 15.9.2017 in der städtischen Anschlussunterbringung wohnen. Zunächst wurden vorläufige Mittel in Höhe von 58.708 Euro freigegeben.
 

Gemeinschaftsaufgabe von Landkreis und Kommunen

 

Der Landkreis Karlsruhe sieht die Integration von Flüchtlingen in der Anschlussunterbringung als gemeinsame Aufgabe des Kreises und seiner Kommunen an und baut derzeit die organisatorischen und personellen Strukturen dafür auf. So soll eine „Raumschaft Süd“ gebildet werden, in der der Landkreis mit seinem Personal eine einheitliche Beratung und Betreuung von Flüchtlingen vor Ort in den Kommunen anbietet. Diese umfasst die Städte Ettlingen und Rheinstetten sowie die Gemeinden des Albtals und Malsch. Die Finanzierung der Integrationsarbeit erfolgt über die für die beteiligten Kommunen ermittelten Fördergelder des Landes. Der Gemeinderat hat in der Sitzung am 26.09.2017 dieser Vorgehensweise einstimmig zugestimmt.

 

Gerade für die geflüchteten Menschen, die nun in der Anschlussunterbringung angekommen sind, gibt es einigen Beratungsbedarf. Sehr erfreulich ist, dass mehrere Personen zum September eine Ausbildung begonnen oder eine Arbeitsstelle gefunden haben und auf dem Weg sind, sich eine Perspektive für die Zukunft aufzubauen. Doch ob Verträge oder Anträge aller Art: nichts geht ohne Formulare – und was schon so manchen Einheimischen ins Schwitzen bringt, ist für Menschen, die in der deutschen Sprache noch nicht sicher sind, eine echte Herausforderung. Hier sind sie ebenso für Unterstützung dankbar wie beispielsweise bei Fragen zur Berufsschule. Die Begleitung durch qualifiziertes Beratungs- und Betreuungspersonal soll unter anderem bei diesen Hürden Hilfe leisten und ist so ein wichtiges Element für eine gelingende Integration.
 

Ausbau der Anschlussunterbringung

 

Nach und nach kommen immer mehr Menschen in die Anschlussunterbringung bei den Städten und Gemeinden. Rheinstetten konnte hier im Jahr 2017, ebenso wie im Vorjahr, seiner Aufnahmeverpflichtung vollständig nachkommen. Derzeit handelt es sich um insgesamt 100 Personen. Bis Jahresende werden noch ca. 30 erwartet, die in bereits dafür vorgesehenen Wohnungen unterkommen werden. 2018 werden nochmals ca. 70 Personen dazukommen. Bislang konnte das dezentrale Unterbringungskonzept mit vorhandenen oder auf dem Markt erworbenen bzw. angemieteten Immobilien abgedeckt werden. Je nach Gesamtsituation wird sich Rheinstetten 2018 auch mit der Frage eines Neubaus befassen müssen.

 

Stadt Rheinstetten sucht geeignete Häuser bzw. Wohnungen zur Unterbringung Asylsuchender

 
Sind Sie Eigentümerin/Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung und können Sie sich vorstellen, dieses Objekt an die Stadt Rheinstetten zu vermieten bzw. zu verkaufen?
 
Die Stadt Rheinstetten steht angesichts der Flüchtlingszahlen vor der Aufgabe, in diesem Jahr noch voraussichtlich 33 Personen und im nächsten Jahr ca. 70 Personen im Rahmen der Anschlussunterbringung aufzunehmen. Daher ist die Stadt Rheinstetten sehr daran interessiert, geeignete Immobilien (Wohnungen oder Häuser) zur dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern anzumieten bzw. zu kaufen.
 
Die Anmietung bzw. Kauf erfolgt zu den orts- bzw. marktüblichen Preisen.
 
Wenn Sie als Eigentümerin/Eigentümer ein solches Objekt der Stadt Rheinstetten anbieten möchten, nehmen Sie bitte Kontakt zur Stadt Rheinstetten, Bauamt - Sachgebiet Gebäude und Liegenschaften - Technisches Rathaus, Badener Str. 1, auf. Gerne auch über E-Mail an. Sie erhalten dann von uns einen Fragebogen zu den wichtigsten Daten des angebotenen Objektes. Erscheint das Angebot geeignet, werden wir mit Ihnen einen Besichtigungstermin vereinbaren.
 

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