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Hauptpreise Museumswettbewerb für Rheinstetten und Maulbronn

01.04.2011

Museum für Siedlungsgeschichte im PAMINA-Raum - Zwei Hauptpreisträger hat der sechste Wettbewerb „Vorbildliches Heimatmuseum“ des Arbeitskreises Heimatpflege Regierungsbezirk Karlsruhe: das „Museum für Siedlungsgeschichte im PAMINA-Raum“ in Rheinstetten-Neuburgweier und das „Museum auf dem Schafhof“ Maulbronn. Einmal mehr kein leichtes Amt hatte dabei die Jury, die zudem zwei Förderpreise und fünf Anerkennungen in Form von Plaketten zuerkannte. 29 Museen aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe nahmen am Wettbewerb teil, den der Arbeitskreis Heimatpflege alle vier Jahre für nichtstaatliche Museen mit besonderem ehrenamtlichen Engagement ausrichtet.

 

Mit dem mit 8.000 Euro dotierten Hauptpreis werden Einrichtungen bedacht, die in den vergangenen vier Jahren neu eröffnet wurden oder umfassende Neuaufstellungen vorgenommen haben. Sowohl das mit klugem Aufbau bestechende Museum in Neuburgweier (betreut vom Heimatverein Rheinstetten) als auch das mit beeindruckendem Engagement in Eigenarbeit umgebaute und eingerichtete Museum des Geschichts- und Heimatvereins Maulbronn im ehemaligen Gemeindeschafstall sind „junge Museen“ und überzeugen durch ihre klare Konzeption. „Rhein und Ufer“, „Haus und Hof“ sowie „Feld und Flur“ sind wesentliche und Geschichte anschaulich vermittelnde Einheiten in Rheinstetten, und in Maulbronn wird didaktisch vorbildlich die Entwicklung vom klösterlichen Versorgungsbetrieb zur bürgerlichen Gemeinde aufgezeigt.

 

Das PAMINA-Museum für Siedlungsgeschichte in Neuburgweier kann seit der Eröffnung am 01.05.2008 hohen Zuspruch verzeichnen. Im Jahre 2009 waren es 1.926 Besucher an 42 Öffnungstagen, 494 Besucher bei Sonderführungen und 112 bei den Sonderveranstaltungen für Kinder. Der Heimatverein Rheinstetten e. V. mit seinen ehrenamtlichen Helfern gewährleistet die Aufsicht zu den Öffnungszeiten und dass entsprechende Führungen und Sonderveranstaltungen unter fachkundiger Leitung angeboten werden. Beispielsweise werden für Kindergarten- und Schulkinder im Rahmen der Museumspädagogik Sonderveranstaltungen wie z. B. Buttern mit dem Butterfass, Pfeifen schnitzen, Kerzen ziehen, Schreiben mit dem Federkiel, durchgeführt. Für Erwachsene gibt es ebenfalls interessante Veranstaltungen, zum Beispiel „Mundart und Musik“, Lesungen z.B. zu „Menschen am Oberrhein“ oder die Vorführung des Schusterhandwerks.

 

Im siedlungsgeschichtlichen Teil des Museums werden unter dem Leitthema der Siedlungsgeschichte am Beispiel der Ursprungsgemeinden der Stadt Rheinstetten sowie zweier linksrheinischer Gemeinden (französische/pfälzische Seite) exemplarisch die wichtigsten Siedlungsbedingungen und typische Entwicklungsstränge der PAMINA-Region aufgearbeitet. Im heimatkulturellen Teil wird beispielhaft für die ganze Region das Alltagsleben zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert mit seinen umgreifenden Wandlungen in vielen Bereichen des kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens dargestellt.

 

Das PAMINA-Museum für Siedlungsgeschichte dient auch als Lernort insbesondere für die städtischen Schulen und Kindergärten. Hier können Themen der Heimatkunde, der Geographie, der Geschichte, des Naturschutzes, des Hochwasserschutzes u. a. hautnah und lebendig anhand örtlicher Zeugnisse und von Beispielen des unmittelbaren Lebensumfeldes vermittelt werden. Lerngänge durch Stadt oder Landschaft können im Museum optimal vor- bzw. nachbereitet werden.

Das PAMINA-Museum für Siedlungsgeschichte ist ein lebendiges Museum, das sich nicht im Betrachten der Vergangenheit erschöpft, sondern welches Impulse für einen engagierten Umgang mit unseren Bauwerken, unserer Kultur und Natur im Alltag gibt.

 

Über die Preisverleihung zeigten sich Oberbürgermeister Sebastian Schrempp wie auch Kurt Roth, Vorstand des Heimatvereins Rheinstetten, hoch erfreut. OB Schrempp betonte: „Das Museum in Neuburgweier hat eine ausgesprochen hohe Qualität und einen sehr gut strukturierten Aufbau. Dass dies auch die Jury überzeugt hat, ist angesichts von 29 Mitbewerbern natürlich ein ganz besonderes Lob. Besonders freut mich, dass damit auch das ehrenamtliche Engagement unseres Heimatvereins, dessen Mitglieder viel Herzblut in dieses Museum investieren, gewürdigt wird“.

 

Noch weitere Museen haben im Rahmen des Wettbewerbs Auszeichnungen erhalten. Das vor über 25 Jahren gegründete Römermuseum Stettfeld der Gemeinde Ubstadt-Weiher punktete durch spezielle Führungen für Schulklassen, einen überzeugenden didaktischen Aufbau und viel beachtete Sonderausstellungen. Der Förderpreis (1.500 Euro) für den Freundeskreis des Museums gilt ausdrücklich der Fortsetzung der vorbildlichen museumspädagogischen Aktivitäten. Gerade in diesem Bereich ist das noch im Aufbau befindliche Schreiner- und Heimatmuseum Eschelbronn bereits aktiv. Die Initiatoren vom Heimat- und Verkehrsverein Eschelbronn wollen im alten Schulhaus Geschichte und Funktion der das Dorf prägenden Möbelherstellung aufzeigen. Die sechsköpfige Jury unter Leitung von Dr. Wolfram Metzger (Stutensee) sieht sie „auf einem sehr guten Weg“ und honoriert die Anstrengungen ebenfalls mit einem Förderpreis (1.500 Euro).

 

Für „beachtenswerte Museen“, die z. B. auch durch ihre Kulturarbeit große Wirkung auf das soziale Leben einer Gemeinde oder eines Stadtteils entwickeln, vergibt die Jury in Anerkennung des Engagements der Betreiber und zu weiterem Ansporn Plaketten „Vorbildliches Heimatmuseum 2010/11“ an folgende Einrichtungen: „Museum im Wasserschloss Großeicholzheim“, Hardtmuseum der Gemeinde Durmersheim, Heimatmuseum Marxzell-Pfaffenrot, Heimatmuseum Heidelberg-Rohrbach und Heimatstube Batsch-Brestowatz in Königsbach-Stein.

 

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg am 19. Mai in Bühl statt.

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