Die Mauersegler haben sich in Städten und Dörfern als ein echter Kulturfolger angesiedelt, wo sie unter den Dächern mancher Altbauten, aber auch in anderen Gebäudenischen geeignete Wohnstuben finden können. An modernen Gebäuden haben sie jedoch in der Regel keine Chance. Die Folge ist, dass der rasante Flieger bereits auf die Vorwarnliste der „Roten Liste“ gefährdeter Brutvögel gesetzt werden musste. Mauersegler werden manchmal mit Schwalben verwechselt. Mit einer Flügelspannweite von über 40 Zentimetern sind Mauersegler aber erheblich größer. Sie haben lange, sichelförmige Flügel und einen kurzen, gegabelten Schwanz. Bis auf die grauweiße Kehle ist das gesamte Gefieder bräunlich bis rußschwarz.
Mauersegler gehen ausschließlich in der Luft auf Jagd nach Insekten und Spinnen, die sie gezielt anfliegen und fangen. Dabei wird der Schnabel erst beim Zugreifen geöffnet. Sie jagen nicht selten in großer Höhe, im Extrem bis zu 3.000 Meter über der Erde. Die Flughöhe schwankt mit dem Nahrungsangebot. Bei schlechtem Wetter fliegen sie auch flach über dem Grund. Sie sind Langstreckenzieher, die südlich der Sahara überwintern und in der Regel Ende April zu uns zurückkehren. Ihre Brutzeit erstreckt sich bis Ende Juli. Es gibt nur eine Jahresbrut, aber nach Gelegeverlust oft eine Ersatzbrut.
Durch das Anbringen von Nistkästen konnte an der Pestalozzi-Grundschule in Mörsch in den vergangenen Jahren bereits eine größere Kolonie aufgebaut werden. Weitere Kästen wurden zwischenzeitlich an der Johann-Rupprecht-Schule in Forchheim angebracht und auch das neue Feuerwehrhaus ist inzwischen mit Mauerseglerkästen bestückt. Da Mauersegler Koloniebrüter sind, kann es eine gewisse Zeit dauern, bis ein neuer Brutplatz angenommen wird. Bis ein neues Gebäude angenommen wird, ist deshalb ein wenig Geduld erforderlich.