
Erste Zeugnisse
Neuburgweier als kleinster Stadtteil liegt in der Stromaue. Bis zur Rheinregulierung durch die veränderten Läufe der Rheinarme war es ständig gefährdet. Seine Entwicklung war immer eng mit dem Rhein verbunden. Gegründet wurde es vermutlich als Weiler der Stadt Neuburg im 12. Jahrhundert. 1219 n. Chr. wird es erstmals in einer Teilungsurkunde der Brüder Otto und Eberhard von Eberstein erwähnt. Seit 1383 gehörten Neuburg und sein Weiler zur Kurpfalz.
Entwicklung
1592 brach der Rhein zwischen Neuburgweier und der Muttergemeinde Neuburg durch. Seitdem sind die beiden Orte geographisch getrennt. In der Zeit von 1680 bis 1697 wurde das Gebiet vorübergehend von Frankreich in Besitz genommen. 1707 fiel Neuburgweier durch einen Tausch an die Markgrafschaft Baden. Die Einwohner lebten überwiegend von der Landwirtschaft und der Fischerei, aber auch sie suchten mit der aufkommenden Industrialisierung ihr Auskommen in den Karlsruher Fabriken. 1935 wurde die Zollstation von Karlsruhe-Maxau nach Neuburgweier verlegt, wo sie bis zu ihrer Auflösung 1994 bestand.
Durch die Kämpfe bei Kriegsende wurden einige Gebäude zerstört, sie konnten aber rasch wieder instand gesetzt werden. So konnte das völlig ausgebrannte Rathaus 1949 wieder bezogen werden. Auch in Neuburgweier fanden nach Kriegsende eine große Anzahl Vertriebener eine neue Heimat. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Ort zu einer attraktiven Wohngemeinde. Der gotische Chor der St.-Ursula-Kapelle ist das älteste Kirchengebäude in Rheinstetten.
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