
Erste Zeugnisse
Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort „Vorechheim“ in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Heinrich IV. an den Bischof von Speyer 1086 n. Chr. Die Gründung von Forchheim fällt vermutlich in fränkische Zeit, worauf neben der Namensendung -heim auch das Patrozinium des Heiligen Martins für die Kirche sowie Gräberfunde hinweisen. Zeitweise diente Forchheim als Sitz der Ufgaugrafen.
Der Stadtteil Forchheim erstreckt sich überwiegend auf der Niedertrasse des Rheintals, am Rande der Geländestufe eines alten Rheinarms.
Entwicklung
Nach mehreren Herrschaftswechseln fiel Forchheim 1219 n. Chr. an die Markgrafschaft Baden. Im 15. Jahrhundert wurde das Dorf durch den Rhein teilweise zerstört. Auch die kriegerischen Auseinandersetzungen des 17. und 18. Jahrhunderts und die Pest hinterließen in Forchheim ihre Spuren. Die Einwohner lebten von der Landwirtschaft. Nur wenige verdienten ihren Lebensunterhalt als Handwerker. Dies änderte sich mit der aufkommenden Industrialisierung gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Durch die Nähe zur Großstadt Karlsruhe fanden viele Forchheimer ihr Auskommen in den dort ansässigen Betrieben.
Durch den Bau der Lokalbahn von Karlsruhe nach Durmersheim 1890 wurde den Arbeitern der Weg zu ihrer Arbeitsstätte wesentlich erleichtert, Forchheim entwickelte sich zu einer Arbeiterwohngemeinde. 1937 wurde der Betrieb des "Lobberle" – wie die Lokalbahn genannt wurde - wieder eingestellt.
Im 19. Jahrhundert unterhielt die Badische Armee auf Forchheimer Gemarkung einen Exerzierplatz. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts siedelten sich auf diesem Gelände verschiedene landwirtschaftliche Forschungseinrichtungen an, u. a. das Versuchs- und Lehrgut und die Reichsanstalt für Tabakforschung. In der Nähe entstanden ein Industriegebiet und eine Wohnsiedlung, der Silberstreifen.
Durch die Aufnahme einer großen Zahl von Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg und die Entwicklung zu einer Wohngemeinde ist die Einwohnerzahl seitdem stark gestiegen.
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